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Heute in der Schweiz

Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland

Wer im Alpenraum zu schnell aufsteigt, bekommt die dünne Luft zu spüren. Besonders dünn ist die Luft für den Schweizer Bundesanwalt geworden. Er droht abzustürzen.

Bevor wir aber über Michael Laubers Amtsenthebungsverfahren sprechen, geht es hier um Rennen in luftiger Höhe.

Herzliche Grüsse aus dem Alpenland.

Peter Siegenthaler

Fokus: Bundes- und Aussenpolitik, Workplace Switzerland

(© Keystone / Jean-christophe Bott)

Zermatt im Kanton Wallis hat das Matterhorn, Wengen im Berner Oberland hat die Eigernordwand und das – zumindest bei Schneesportfans – nicht minder bekannte Lauberhorn-Skirennen. Ein solches fehlt den Wallisern – zumindest vorläufig.

Vom Lauberhorn zum Matterhorn? Während die Berner Oberländer Gefahr laufen, das prestigeträchtigste Weltcup-Rennen zu verlieren, buhlen Einflussreiche aus Zermatt um eine Austragung am Kleinen Matterhorn.

Der Ski-Weltcup ohne Lauberhorn-Rennen wäre wie Grand Slam Tennis ohne Wimbledon. Aber genau das droht dem Klassiker des internationalen Skizirkus. Im Weltcup-Kalender der Saison 2021/22 wurden die Rennen vor der Eigernordwand vorerst gestrichen und mit "SUI" ersetzt, also einem möglichen anderen Austragungsort in der Schweiz.

Der Grund ist der Geldstreit zwischen dem Verband "Swiss-Ski" und den Veranstaltern des Lauberhorn-Rennens, der in diesen Tagen eskaliert. Was die Berner Oberländer verlieren könnten, wollen die Walliser erkämpfen: ein Weltcup-Rennen am Kleinen Matterhorn.

  • Es sei kein Angriff auf das Lauberhorn-Rennen, sagen Verantwortliche des Matterhorn-Rennens gegenüber der NZZexterner Link.
  • Stimmen zum Lauberhornstreit hören Sie auf SRFexterner Link. (Dialekt)
  • Ein Interview mit dem "stinksauren" Lauberhorn-Boss, finden Sie im Blickexterner Link.
  • Auch die Gegenseite im Kampf der Streithähne, der Swiss-Ski-Boss, kommt im Blickexterner Link zu Wort.
  • "Die Lauberhorn-Abfahrt muss zum Ski-Weltcup gehören", kommentiert Watson.chexterner Link.
(Keystone / Peter Klaunzer)

Vom Lauber-Horn zu Lauber Michael. Auch Letzterem droht das aus, nämlich als Bundesanwalt. Die Gerichtskommission hat am Abend vor Auffahrt ein Amtsenthebungsverfahren gegen ihn eröffnet.

Mit 13 zu 4 Stimmen fällte die Kommission einen klaren Entscheid. Der Bundesanwalt habe es den Parlamentariern einfach gemacht, sagten mehrere Mitglieder gegenüber Medien. Er sei uneinsichtig aufgetreten und habe alle Vorwürfe der Aufsichtsbehörde (AB-BA) zurückgewiesen.

Unter Beschuss war Bundesanwalt Lauber unter anderem wegen nicht protokollierten Treffen mit Fifa-Verantwortlichen geraten. Die AB-BA hatte anfangs März den Verdacht geäussert, dass Lauber seine Amtspflichten "vorsätzlich oder grobfahrlässig schwer verletzt" habe.

Bleibt Lauber zumindest bis zum Abschluss des Verfahrens im Amt oder tritt er zurück? Ob freiwillig oder nicht, die Medien drängen den Bundesanwalt immer unverblümter zum Abgang.

  • Eine Analyse der Causa Lauber hören Sie im Bericht der Sendung Echo der Zeit von Radio SRFexterner Link.
  • Die Luft werde dünn für den Bundesanwalt, kommentiert die NZZexterner Link.
  • "Im Herbst könnte Lauber seinen Job los sein", spekuliert der Blick.
  • Medienexterner Link der Tamediagruppe legen dem Bundesanwalt den unverzüglichen Rücktritt nahe. (Paywall)
  • Fernsehen SRFexterner Link wirft bereits einen Blick zurück auf Laubers Kariere.
  • Sogar die Freisinnige Partei (FDP), die sich bei der Wiederwahl Laubers im Herbst noch deutlich hinter den Bundesanwalt stellte, fordert diesen nun zum Rücktritt auf, berichten mehrere Medienexterner Link. (Paywall)


(© Keystone / Christian Beutler)

Weniger Autos, weniger Flugzeuge – weniger Jobs. Des Ökologen Freud ist des Industriearbeiters Leid. In einigen Branchen drohen Massenentlassungen, sogar in soliden Marktwirtschaften wie in Deutschland und der Schweiz.

Grosse Teile der Schweizer und der deutschen Industrie erleben bange Momente. Vom Corona bedingten Abschwung in der Industrie besonders hart getroffen, sei der Maschinenbau, berichtet die Neue Zürcher Zeitung, unter Berufung auf Umfragen der Branchenverbände in den beiden Ländern.

Demnach erwarten in Deutschland fast zwei Drittel der Unternehmen in diesem Sektor einen Umsatzrückgang im laufenden Jahr von 10 bis 30 Prozent. Ähnlich dramatisch tönt es aus der Schweizer Industrie, wo viele Zulieferbetriebe vom deutschen Markt abhängig sind.

Rund 20'000 Stellen sind laut dem Verband Swissmem hierzulande in Gefahr. Besonders stark sei der Investitionsrückgang in der Automobilindustrie und im Geschäft mit Flugzeugherstellern. Aber auch Medizintechnikfirmen sind nicht mehr so robust wie in den letzten Jahren.

  • Hintergrundinformationen zum drohenden Stellenabbau in der Industrie erhalten Sie in der NZZexterner Link.
  • Weshalb der Maschinenbauer Mikron  im Tessin 60 Stellen abbaut, erfahren Sie im Blickexterner Link.
  • Über die Schliessung des Schweizer Standorts des Autoindustriebetriebs forteq und den Abbau von 28 Arbeitsplätzen, berichtet das Grenchner Tagblattexterner Link.
  • Der Basler Medizinaltechnikkonzern Straumann kündigte Mitte Mai einen Kahlschlag an. Hintergrundinformationen dazu finden Sie in der Basler Zeitungexterner Link.
(Keystone / Jay Calderon)

Eine heikle Liaison macht heute von sich reden. Jene zwischen Aussenminister Ignazio Cassis und dem grössten Schweizer Nahrungsmittelkonzern. Nestlé steht nämlich immer wieder in der Kritik für seinen Umgang mit der Ressource Wasser.

Trotzdem spanne der Bund bei der Entwicklungshilfe zunehmend mit Nestlé zusammen, berichten Medien der Tamedia Gruppe.  Nestlé beute Quellen übermässig aus und entziehe das Wasser der lokalen Bevölkerung, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg.

Der Schweizer Multi fahre grosse Profite ein und hinterlasse trockene Seen und Flüsse. Nestlé suche sich für das Wassergeschäft gezielt ärmere Regionen aus mit laxen Gesetzen, lautet die Kritik.

Es gebe "gemeinsame strategische Interessen", rechtfertigt die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (Deza) die Allianz des Bundes mit dem Nahrungsmittelkonzern. Der Schweizer Aussenminister will in der Entwicklungszusammenarbeit vermehrt mit dem Privatsektor kooperieren.

  • Den Hintergrundbericht über Cassis' Nestlé-Allianz finden Sie in Medienexterner Link der Tamedia-Gruppe. (Paywall)
  • Wie Nestlé mit Bundeshilfe das ramponierte Image im Wassergeschäft aufbessern will, lesen Sie im Beobachterexterner Link.
  • Weshalb ein Nestlé-Kadermann an die Spitze der Entwicklungszusammenarbeit des Bundes wechselte, erfahren Sie in der NZZexterner Link.


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