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British Airways baut nach hohem Verlust noch mehr Stellen ab (AF)

Dieser Inhalt wurde am 06. November 2009 - 15:30 publiziert

LONDON (awp international) - Die Fluggesellschaft British Airways baut nach tiefroten Zahlen im ersten Geschäftshalbjahr noch mehr Stellen ab. Bis zum Abschluss des Geschäftsjahres Ende März 2010 will die Fluglinie 4.900 Jobs streichen, 1.200 mehr als bislang angekündigt. In den sechs Monaten bis Ende September verbuchte British Airways unter dem Strich einen Verlust von 208 Millionen britischen Pfund (232 Mio Euro), fünfmal so viel wie ein Jahr zuvor. Die schwache Nachfrage im Premium-Segment, niedrigere Zinsen, hohe Rentenlasten und Umbaukosten drückten auf das Ergebnis, wie die Fluglinie am Freitag in London mitteilte.
Der Umsatz sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 13,7 Prozent auf 4,1 Milliarden Pfund. Die British-Airways-Aktie legte bis zum Nachmittag allerdings um 5,85 Prozent auf 197,30 britische Pence zu.
Im laufenden Geschäftsjahr will British Airways noch einmal Kosten von 145 Millionen Pfund einsparen. Derzeit beschäftigt das Unternehmen weltweit noch 38.700 Mitarbeiter. "Die Umsätze werden in diesem Jahr wahrscheinlich um eine Milliarde Pfund zurückgehen", sagte Unternehmenschef Willie Walsh. "Da können wir nicht ruhig bleiben, weitere Kostensenkungen sind wichtig." Eine Erholung der wirtschaftlichen Lage sei noch nicht in Sicht. Die Airline hatte im kompletten vergangenen Geschäftsjahr bereits einen Rekordverlust von 401 Millionen Pfund gemacht und auf die Kostenbremse gedrückt.
Wegen der Sparpläne befindet sich British Airways im Streit mit den Gewerkschaften. Neben dem Stellenabbau will das Unternehmen auch Gehälter vorübergehend einfrieren. Bis Mitte Dezember wird eine Entscheidung über einen möglichen Streik fallen.
Vorstandschef Walsh zeigte sich für die weitere Geschäftsentwicklung pessimistisch. "Die Fliegerei befindet sich in der Rezession. Der Umsatz dürfte dieses Jahr um eine Milliarde Pfund zurückgegangen sein." Deshalb müsse das Unternehmen weiter an der Kostenschraube drehen. Fluggesellschaften leiden unter einem allgemeinen Verfall der Ticketpreise. Besonders schlägt die schrumpfende Nachfrage für das Premium-Segment - die Business und First Class - zu Buche. Wie British Airways versuchen auch andere Unternehmen ihre Kosten zu drücken. Sie schwenken um auf günstigere Flüge oder veranstalten Videokonferenzen.
Im Oktober sank die Passagierzahl im Vergleich zum Vorjahresmonat um 2,8 Prozent auf knapp 2,8 Millionen. Dabei hatte British Airways das Flugangebot um 6,4 Prozent verringert. So gelang es der Fluglinie, die Auslastung um 3,7 Prozentpunkte auf 80,7 Prozent hochzuschrauben/pf/fn/stw/DP/she

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