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BRÜSSEL/FRANKFURT (awp international) - Bundesbank-Präsident Axel Weber hat die schärferen Bankenregeln ("Basel III") als unverzichtbar verteidigt. "Diese Reform wird die Risikopuffer einzelner Finanzinstitute durch striktere Anforderungen hinsichtlich der Menge und Qualität des Eigenkapitals entscheidend vergrössern", sagte Weber am Mittwoch in Brüssel. Reformen könnten künftige Finanzkrisen zwar nicht gänzlich verhindern. Aber sie könnten die Häufigkeit und Intensität solcher Krisen dämpfen.
Zwar verlangten die neuen Regeln, dass die Banken mehr Eigenkapital vorhielten. Allerdings seien lange Übergangsfristen vorgesehen. Den Finanzinstituten bleibe genügend Zeit, Kapital und Liquidität den Anforderungen anzupassen, sagte Weber: "Deshalb mache ich mir keine Sorgen, dass Basel III die Kreditvergabe und die Konjunkturerholung entscheidend beeinträchtigen könnte."
In ihrem Monatsbericht hatte die Deutsche Bundesbank eingeräumt, dass die neuen Regeln "für deutsche Banken einen Kapitalmehrbedarf in bedeutender Höhe mit sich" bringe. Das Kapital könne aber durch einbehaltene Gewinne und gegebenenfalls Kapitalaufnahme aufgebracht werden, ohne dass es zu einem Verschuldungsabbau zulasten der Realwirtschaft komme. Im Ergebnis würden sowohl die deutschen Banken als auch alle anderen Sektoren von der erhöhten finanziellen Stabilität profitieren. Unter anderem der Bundesverband deutscher Banken hatte vor gewissen Risiken für die Kreditvergabe gewarnt.
Nach einem Bericht der Wochenzeitung "Die Zeit" (Donnerstag) liegt der Eigenkapitalbedarf der zehn grössten deutschen Kreditinstitute nach Modellrechnungen der Bundesbank bis 2019 bei 90 Milliarden Euro. Bislang kursierte die Zahl von 50 Milliarden Euro. Die Notenbank wollte die Zahlen am Mittwoch nicht kommentieren.
"Die Zeit" berichtet unter Berufung auf Finanzkreise, allein die Landesbanken benötigten einen zweistelligen Milliardenbetrag an frischem Kapital. Sparkassen und Bundesländer stellten sich als Eigentümer bereits darauf ein, dass die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) und die NordLB mit frischem Kapital ausgestattet werden müssten.
Bankenaufseher und Notenbanken hatten Mitte September als Konsequenz aus der Finanzkrise strengere Auflagen für das Eigenkapital von Banken beschlossen. Die unter dem Stichwort Basel III bekannten Regeln müssen noch von den Regierungschefs der G20- Staaten abgesegnet werden. Die neuen Auflagen sollen von 2013 an schrittweise eingeführt werden./hqs/DP/jkr

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