Bündner Bären aus Winterschlaf erwacht

Der Bündner Braunbär "JJ3" treibt nach seinem Winterschlaf bereits wieder Unfug. Der Problembär drang in den letzten Nächten in Siedlungen ein und plünderte Abfallcontainer und -säcke.

Dieser Inhalt wurde am 31. März 2008 - 15:53 publiziert

"JJ3" besuchte auf der Suche nach Fressbarem zwei Maiensäss-Siedlungen und durchwühlte Abfälle in verschieden Gemeinden des Albulatals. Auch tauchte er wieder in der Region Lenzerheide auf.

Die Wildhüter werden laut dem Bündner Jagdinspektor Georg Brosi nun versuchen, dem Bären mit Gummischrot-Schüssen und Knall-Petarden das Eindringen in Siedlungen abzugewöhnen.

"JJ3", der einen GPS-Sender trägt, hatte schon letzten Herbst mit seinen Abstechern in bewohntes Gebiet für Unruhe gesorgt.

"Falsch erzogen"

Das Problem sei, dass der Bär von seiner Mutter "Jurka" fehlgeleitet sei, sagt Brosi. "'JJ3' hat von klein gelernt, in Siedlungen nach Futter zu suchen. "Jurka" wurde wegen dieses Verhaltens in Italien gefangen genommen.

Problembär "JJ3" lebt gefährlich. Sollte er sich weiterhin in der Nähe von Siedlungen aufhalten, droht ihm laut dem "Konzept Bär" des Bundes die Einstufung als Risikobär und damit der Abschuss.

Auch der Halbbruder des Problembären "MJ4", der im Gegensatz zu "JJ3" die Menschen meidet, hat seinen Winterschlaf im Raum der Engadiner Gemeinde Zernez beendet. Letzten Freitag sind gemäss Behörden erste Spuren des Langschläfers entdeckt worden.

In den Ostalpen (Italien, Österreich, Bayern, Slowenien, Schweiz) leben derzeit 38 Bären.

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