Bund fördert Forschung mit über zwei Milliarden Franken

Der Bund hat 1998 für Forschung und Entwicklung 2,05 Milliarden Franken aufgewendet. Zwei Drittel davon gingen in den Hochschulsektor, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Montag (10.01.) mitteilte.

Dieser Inhalt wurde am 10. Januar 2000 - 12:32 publiziert

Der Bund hat 1998 für Forschung und Entwicklung 2,05 Milliarden Franken aufgewendet. Zwei Drittel davon gingen in den Hochschulsektor, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Montag (10.01.) mitteilte.

Die Hochschulen beanspruchten 1998 ingesamt 1,32 Milliarden Franken an Forschungsmitteln des Bundes. 900 Millionen gingen an die ETH und deren Anstalten, rund 400 Millionen an die kantonalen Universitäten. Über verschiedene Bundesstellen und den Nationalfonds flossen 420 Millionen direkt in die Hochschulforschung. Mit rund 900 Millionen unterstützte der Bund Forschung und Entwicklung an den Hochschulen zudem indirekt, das heisst über die ordentlichen ETH-Budgets und die Hochschulförderung. Ausserhalb des Hochschulsektors gingen 260 Millionen an internationale Projekte und Programme und 130 Millionen an die Privatwirtschaft. Mit 190 Millionen finanzierte der Bund ausserdem eigene Forschungsaktivitäten (Forschung intra muros).

Mit seinen Beiträgen an externe Forschungsstellen übernimmt der Bund zunehmend die Rolle des Forschungsförderers. Diese Beiträge haben sich innert zehn Jahren von 350 auf 830 Milllionen mehr als verdoppelt und machen heute den grössten Teil der direkten Forschungsförderung im Umfang von 1,15 Milliarden aus.

Erstmals unter das Niveau von 1986 gesunken ist mit 320 Millionen die Ressortforschung, die den einzelnen Bundesstellen Entscheidgrundlagen zur sachgerechten Aufgabenerfüllung liefern soll. Zu den erwähnten 190 Millionen intra muros hinzu kamen externe Aufträge für 130 Millionen. Der Rückgang der Ressortforschung betrifft fast alle Bundesstellen. Er hängt aber auch mit dem veränderten Status der PTT zusammen, die 1996 für Forschung im Telekommunikationsbereich noch 35 Millionen aufgewendet hatten. Als selbständiges Unternehmen gehört heute die Swisscom nicht mehr zum Bund.

Parallel zur Abnahme der eigenen Forschungsaktivitäten ging auch der Personaleinsatz zurück. Auf Vollzeitstellen umgerechnet setzte der Bund 1998 im Bereich Forschung und Entwicklung 1114 Personen ein. Das sind 656 weniger als 1992.

SRI und Agenturen

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