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Bundesrat Couchepin besucht Mazedonien

Bundesrat Pascal Couchepin reist am Donnerstag (13.04.) zu einem eintägigen Besuch in der mazedonischen Hauptstadt Skopje. Im Zentrum der Gespräche mit Präsident Trajkovski, Premierminister Georgievski steht vor allem die Wirtschaftslage beider Länder.

Dieser Inhalt wurde am 13. April 2000 - 14:45 publiziert

Bundesrat Pascal Couchepin reist am Donnerstag (13.04.) zu einem eintägigen Besuch in die mazedonische Hauptstadt Skopje. Im Zentrum der Gespräche mit Präsident Boris Trajkovski, Premierminister Ljubco Georgievski und weiteren Ministern steht vor allem die Wirtschaftslage beider Länder.

Zudem sollen Möglichkeiten der Intensivierung der bilateralen Zusammenarbeit erörtert werden. Mazedonien hatte sich 1991 als einzige Teilrepublik Jugoslawiens auf friedlichem Weg aus der Föderation gelöst. Die Schweiz unterstützt den politischen und wirtschaftlichen Transformationsprozess Mazedoniens seit einigen Jahren aus Mitteln der Osthilfe.

Der junge Staat mit seinen gut 2 Mio. Einwohnern wurde durch die Embargopolitik gegenüber Jugoslawien und den Krieg im Kosovo im schwierigen wirtschaftlichen Transformationsprozess stark gebremst. Ungewollt musste Mazedonien die Rolle eines wichtigen Koordinators für die Aufnahme von Flüchtlingen aus dem benachbarten Krisengebiet übernehmen.

Es beherbergte eine grosse Zahl von kriegsvertriebenen Kosovo- Albanern, was immultiethnischen Staat mit seiner grossen albanischen Minderheit zu politischen Spannungen führte. Seit Ende letzten Jahres scheint der Tiefpunkt der wirtschaftlichen Krise jedoch überwunden. Das Land befindet sich auf einem, wenn auch schwachen Wachstumspfad.

Intensivere Zusammenarbeit

In einem Memorandum of Understanding soll nun anlässlich des Besuchs von Bundesrat Couchepin die Intensivierung der finanziellen und technischen Zusammenarbeit festgelegt werden. Diese Kooperation erfolgt teilweise im Rahmen des Stabilitätspaktes für den Balkan, an dem sich die Schweiz beteiligt.

Zurzeit ist der wirtschaftliche Austausch zwischen den beiden Ländern noch sehr klein. Die Schweiz exportierte im letzten Jahr Waren im Wert von 97 Mio. Franken. Die Importe beliefen sich lediglich auf 6 Mio. Franken. Auch die schweizerischen Direktinvestitionen liegen mit 20 Mio. Franken auf sehr bescheidenem Niveau.

Die Intensivierung der bilateralen Beziehungen wird durch die Eröffnung einer Schweizer Botschaft durch Bundesrat Couchepin unterstrichen. Bisher war die Schweiz lediglich durch ein Koordinationsbüro in Mazedonien vertreten.

Die Aussenstelle von Pro Helvetia, die seit dem letzten Sommer ebenfalls vor Ort ist, hat aus diesem Anlass eine schweizerisch- mazedonische Kulturwoche unter dem Motto "Chocolate and Pepper" organisiert. Gemeinsame Projekte im Bereich Musik und gestaltende Kunst werden in Skopje und auch in kleineren Städten gezeigt.

swissinfo und Agenturen

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