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Bundesrat Deiss in Indien

Bundesrat Deiss (links) und der indische Aussenminister Singh.

(Keystone)

Aussenminister Joseph Deiss hat sich am Montag in Delhi gegenüber seinem indischen Amtskollegen Jaswant Singh für den Schutz der Minderheiten ausgesprochen.

Der Vorsteher des Eidgenössischen. Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) sprach den Minderheitenschutz auch bei separaten Treffen mit Innenminister Lal Krishna Advani und Oppositionsführer Manmohan Singh an. Dabei habe er seine Hoffnung auf eine friedliche Lösung ausgedrückt, sagte Deiss.

Am Vortag war es im Bundesstaat Gujarat erneut zu Zusammenstössen zwischen Hindus und Moslems gekommen. Seit Ende Februar geraten die Hindu-Mehrheit und die Moslem-Minderheit in Gujarat regelmässig aneinander, was bisher mehrere hundert Tote gefordert hat.

Kaschmir-Konflikt thematisiert

Wie bereits bei seinem Besuch in Pakistan plädierte Deiss auch in Delhi für eine friedliche Beilegung des Kaschmir-Konflikts zwischen Indien und Pakistan. Laut Deiss steht ein weiteres Engagement der Schweiz allerdings nicht zur Diskussion, weil die beiden Länder keine internationale Vermittlung wünschen.

Die Schweiz signalisierte jedoch gegenüber Indien, sich generell und künftig innerhalb der UNO für das humanitäre Völkerrecht und die Menschenrechte einzusetzen, wie Deiss weiter sagte. Dabei würde auch die Zusammenarbeit der Schweiz mit Indien innerhalb der UNO geprüft.

Anliegen von Schweizer Unternehmen

Nach einem Treffen mit Vertretern von Schweizer Unternehmen wies Deiss gegenüber dem indischen Aussenminister auch auf die verzerrten Konkurrenz-Verhältnisse zwischen indischen und ausländischen Unternehmen hin. Der Bundesrat sprach sich dabei für einen besseren Zugang zum Markt aus.

Die Schweiz ist der zwölftgrösste Investor in Indien. Das Handelsvolumen macht rund ein halbes Prozent der schweizerischen Gesamtimporte und -exporte aus und beläuft sich jährlich auf rund eine Milliarde Franken.

Hinderlich sind für die Schweizer Unternehmen vor allem hohe Zollabgaben. Deshalb werden auch Uhren nach Indien geschmuggelt, was der Uhrenindustrie Sorge bereitet. Schwierigkeiten entstehen auch durch Korruption innerhalb der indischen Verwaltung.

Bereits versucht die Vereinigung von Schweizer Unternehmen in Indien, das Swiss Business Forum, durch regelmässigen Kontakt mit der indischen Verwaltung, einige Hindernisse anzupacken. Eine andere Institution, der Swiss Business Hub, hilft dabei vor allem kleineren und mittleren Unternehmen, in Indien Fuss zu fassen.

Bundesrat Deiss war am Sonntag in Indien eingetroffen, der letzten Station seiner einwöchigen Südasien-Reise. Zuvor hatte er Afghanistan, Pakistan und Bhutan besucht. Am Mittwoch reist er zurück in die Schweiz.

swissinfo und Agenturen

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