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Winterthur (awp) - Der Rückgang des Auftragseingangs von Januar 2009 bis März 2010 während der Wirtschaftskrise hat auf die Profitabilität des spätzyklischen Kolbenkompressor-Herstellers Burckhardt Compression im Rechnungsjahr 2010/11 gedrückt. Infolge der vorgegebenen Auslieferung von Neumaschinen wird das erste Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres 2011/12 deutlich schwächer ausfallen als das zweite Semester, insgesamt wird aber ein leichter Umsatzanstieg erwartet. An den mittelfristigen Zielsetzungen wird festgehalten.
So stiegen zwar in der Berichtsperiode der Bestellungseingang um 27% auf 363 Mio CHF und der Umsatz um 3,6% auf 356 Mio, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Hingegen sanken der EBIT um 17% auf 61,5 Mio und die entsprechende Marge um 4,3 Prozentpunkte auf 17,3%; der Reingewinn wird mit 45 Mio CHF um 19,5% tiefer ausgewiesen.
IMMER NOCH "SEHR BEACHTLICHE" GEWINNMARGEN
Trotz der tieferen Profitabilität seien die Gewinnmargen immer noch "sehr beachtlich", sagte der neue CEO Marcel Pawlicek an der Bilanzpressekonferenz. So sei die EBIT-Marge mehr als doppelt so hoch wie im weniger spätzyklischen "Industrie-Basket" aus Rieter, Sulzer, StarragHeckert, Komax und Meyer Burger, hiess es. Zudem habe der Einbruch der Marge in der Krise nur 29% betragen, gegenüber von 88% im Vergleichs-Basket.
Den Rückgang der Bruttomarge um 5,5 Prozentpunkte auf 32,5% erklärte der CFO Rolf Brändli mit der gesunkenen Marge im Neumaschinen-Geschäft infolge weniger günstigen Einkaufsbedingungen als im Vorjahr, der tieferen Auslastung der Werkstätten mit Kurzarbeit bis Dezember 2010 und Währungsschwankungen.
Der Generalversammlung wird die Ausschüttung einer unveränderten Dividende von 5,00 CHF je Aktie beantragt, was einer Ausschüttungsquote von 37% entspricht.
WEITER GESTÄRKTE EIGENKAPITALBASIS
Die Eigenkapitalbasis verbesserte sich per Ende des Berichtsjahres (31.03.) um 23,1 Mio CHF auf 258,0 Mio zu, entsprechend einer EK-Quote von 51,3% (+1,3 Prozentpunkte). Der Bestand an liquiden Mitteln stieg um 29,8 Mio auf 149,1 Mio zu.
LEICHT HÖHERER UMSATZ 2011/12 ERWARTET - MITTELFRISTPROGNOSEN BESTÄTIGT
Für das laufende Geschäftsjahr prognostiziert CEO Pawlicek in allen Geschäftsfeldern einen höheren Bestellungseingang. Aufgrund des guten Auftragsbestandes werde zudem ein leicht höherer Umsatz erwartet. Bei den Gewinnmargen wird mit einem ähnlichen Niveau wie im Berichtsjahr gerechnet, weil die Währungseffekte das Resultat noch weiter belasten dürften, heisst es weiter. Die Ausschüttungsquote soll wiederum über 30% liegen.
Durch die Massnahmen zur Kostensenkung und die getroffenen Vorbereitungen für den Aufschwung, sieht der CEO das Unternehmen "strategisch und operativ für die kommenden Herausforderungen gut aufgestellt".
Ebenfalls bestätigt wurde der mittelfristige Ausblick. So soll aus eigener Kraft unverändert beim Umsatz organisch um 5-8% gewachsen werden. In derselben Spanne soll das organische Wachstum des Bestellungseinganges ausfallen. Die Zielbandbreite für die EBIT-Marge wurde mit 10-20% bestätigt. Die Ausschüttungsquote soll sich an den Ergebnissen orientieren.
WEITER AUF AKQUISITIONSSUCHE
Unverändert nach Übernahmen gesucht wird in den Bereichen Kompressorkomponenten sowie zum Ausbau des Produktportfolios an Kompressoren. "Wir können Akquisitionen grossen Umfangs stemmen", sagte Verwaltungsrats-Präsident Valentin Vogt. Als Akquisitionswährung zur Verfügung stünden dabei rund 75'000 eigene Aktien sowie 15% genehmigten Kapitals und ein hoher Barbestand. "Wir sind aber nicht bereit, jeden Preis zu bezahlen", schränkte CEO Pawlicek ein.
An der Börse verlieren die Burckhardt-Aktien in einem leicht schwächeren Gesamtmarkt bis um 13.45 Uhr um 2,8%. Nach dem markanten Kursanstieg um rund 40% innerhalb Jahresfrist habe der verhaltene Ausblick zu einigen Gewinnmitnahmen geführt, hiess es unter Marktbeobachtern.
rt/ps

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