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Brig (awp) - Das Oberwalliser Bahnunternehmen BVZ hat 2010 den Gewinn dank Sonderfaktoren deutlich gesteigert, während die Umsatzentwicklung aufgrund des starken Frankens stagniert. Die Gruppe rechnet im laufenden Jahr mit einem weiterhin schwierigen Marktumfeld und hofft über die bereits in den Vorjahren unternommenen Anstrengungen im Vertrieb zulegen zu können. Zudem sollen der Bereich Immobilien gestärkt und neue Ertragsquellen erschlossen werden.
Den Gewinn steigerte die BVZ in der Berichtsperiode um 24% auf 9,0 Mio CHF. Dabei hatten sich Immobilien- und Landverkäufe mit 3,4 Mio und ein Ertrag aus Versicherungsleistungen mit 1,3 Mio CHF positiv ausgewirkt. Den Aktionären wird eine unveränderte Dividende von 9 CHF je Aktie zur Ausschüttung vorgeschlagen.
Der Betriebsgewinn EBIT wuchs gar um 82% auf 23,0 Mio CHF. Hier habe der Übertrag von Rückstellungen im Zusammenhang mit der Pensionskassensanierung in der Höhe von 5,2 Mio in die Arbeitgeberbeitragsreserve zusätzlich gestützt, erklärte CFO Beat Britsch am Freitag vor den Medien.
OPERATIVER ERTRAG STAGNIERT
Der konsolidierte Ertrag wuchs um 2,4% auf 129,9 Mio CHF. Ohne die Sondereffekte aus Devestitionen ging der operative Ertrag um 1,0% auf 125,2 Mio CHF geringfügig zurück. Zieht man die Leistungen aus Abgeltungen durch die öffentliche Hand für den Regionalverkehr ab, beläuft sich der operative Ertrag in den fünf Geschäftsfeldern Erlebnisreisen (Umsatzanteil: 42%), Regionalverkehr (40%), Güterverkehr (4%), Autoverlad (6%) und Immobilien (8%) auf 89,2 Mio CHF.
Im Segment Erlebnisreisen mit den Produkten Glacier Express und Gornergrat Bahn sank der Ertrag um 4%. Der tiefe Euro habe zu tieferen Frequenzen bei Gästen aus den Euroländern geführt. Beim Glacier Express ging die Gästezahl um 5% zurück, wobei Gruppenreisende aus Übersee einen noch stärkeren Rückgang verhinderten. Ähnlich verhielt es sich bei der Gornergrat Bahn, wo die Frequenz um 2% moderat sank.
Die gute Entwicklung in den Fernmärkten sei insbesondere der Beteiligung an den Gesellschaften Swiss Travel System AG und Swiss Travel Center AG zuzuschreiben, so VR-Präsident Jean-Pierre Schmid. Diese noch jungen Organisationen sind für die weltweite Vermarktung des öffentlichen Verkehrs in der Schweiz zuständig und sollen der BVZ im laufenden Jahr zu Wachstum bei Gruppenreisenden aus Asien und den USA verhelfen.
Überschattet wurde die Berichtsperiode durch den schwerwiegenden Unfall eines Glacier Express Zuges am 23. Juli 2010 aufgrund einer deutlich überhöhten Geschwindigkeit des Zuges in einer Kurve.
Im Regionalverkehr mit den Strecken Disentis-Zermatt, dem Shuttel-Dienst Täsch-Zermatt und einigen Buslinien wuchs der Umsatz ohne die Abgeltungen um 1% auf 35,4 Mio CHF.
KAPAZITÄTSENGPÄSSE - NEUE PROJEKTE
Aufgrund von Kapazitätsengpässen rechnet die BVZ in Zukunft mit Investitionen im Umfang von rund 100 Mio CHF in Produktionsanlagen, wie zusätzliche Kreuzungsstellen oder Verlängerungen von Zügen und Perrons. Bei der Finanzierung des Ausbaus seien sowohl private Investoren als auch die öffentliche Hand vom Nutzen der Investitionen zu überzeugen, erklärte CEO Hans-Rudolf Mooser. Entsprechend würden derzeit mit dem Bundesamt für Verkehr, den Kantonen Wallis, Uri und Graubünden sowie weiteren Finanzierungspartnern Gespräche geführt.
Weiter will die BVZ die Aktivitäten im Bereich Immobilien verstärken. Gemeinsam mit der Anlagestiftung Turidomus wurden Ende 2010 die Bauarbeiten im Brückenareal in Visp lanciert. Bis 2013 werden rund 80 Mietwohnungen und 4'900 m2 Geschäfts- und Bürofläche entstehen. Die Geschäftsflächen seien bereits zu 85% vermietet.
Ein weiteres Projekt geht die BVZ im Bereich erneuerbare Energien an. Dabei sei in den letzten Jahren das Potential entlang der Strecke für Sonnen- und Windenergie geprüft worden, sagte Mooser. Im 2011 soll entschieden werden, welche Projekte zur Umsetzung kommen.
mk/dm

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