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Sursee (awp) - Die Calida Holding AG hat im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres 2010 wieder den Sprung in die schwarzen Zahlen geschafft. Erstmals trugen beide Marken zum positiven Ergebnis bei. Bei AUBADE hätten die Massnahmen seit dem Kauf erste Früchte getragen und der Turnaround sei gelungen, teilte die Wäscheherstellerin am Freitag mit. Der Blick in die Zukunft ist leicht positiv.
Der Umsatz stieg um 2% auf 97,2 Mio CHF. Werde der schwächelnde Euro herausgerechnet, konnte sogar ein Umsatzplus von 4,3% errreicht werden. Über 60% des Umsatzes erzielt Calida im Euroraum.
WIEDER SCHWARZE ZAHLEN - AUBADE MIT TURNAROUND
Nachdem im Vorjahr noch die Restrukturierungskosten auf das Ergebnis gedrückt hatten, gelang Calida nun wieder ein positives Ergebnis. Das operative Betriebsergebnis (EBIT) erreichte 7,5 Mio CHF, nach 3,6 Mio (vor Restrukturierungskosten) im Vorjahr. Unterm Strich erwirtschaftete Calida einen Reingewinn von 4,7 Mio CHF nach einem Verlust von 46,1 Mio CHF.
Mit einem EBIT von rund 2,2 Mio CHF sei der Turnaround bei der Marke AUBADE gelungen. Die Marke CALIDA wies ein nochmals verbessertes EBIT von rund 5,6 Mio nach 3,4 Mio CHF im Vorjahr aus.
ANZAHL EIGENER GESCHÄFTE WEITER GESTIEGEN
Die Anzahl eigener Läden ist auch im ersten Halbjahr 2010 weiter gestiegen. Bei CALIDA stieg dieser von 13,0% auf 19,2%, wodurch sich der Umsatzanteil am Gesamtumsatz der Marke auf 27,5 (22,2)% erhöhte. Bei AUBADE stieg der Anteil eigener Geschäfte von 15,0% auf 17,3%, der Anteil der Marke am Gesamtumsatz nahm von 16,1% auf 19,0% zu.
Entsprechend entwickelte sich der Umsatzanteil der eigenen Stores überdurchschnittlich. Flächen- und währungsbereingt wurde in den CALIDA-Läden ein Umsatzwachstum von 14,7% erzielt. Bei AUBADE betrug das Wachstum um 10,7%. Zähle man die Neueröffnungen hinzu, konnte CALIDA ein Wachstum von 39,8% und AUBADE ein Plus von 22,4% erreichen.
AUSBLICK LEICHT POSITIV - NEUERÖFFNUNGEN GEPLANT
Für den weiteren Jahresverlauf erwartet Calida mit einem höheren Orderbuch im Vergleich zum Vorjahr für das zweite Halbjahr eine weiterhin positive Entwicklung der Umsatz- und Ertragssituation. Entscheidend für die Umsatzentwicklung werde jedoch das Nachordergeschäft sowie der Abverkauf in den eigenen Marken-Stores sein.
Sowohl bei CALIDA als auch bei AUBADE seien Eröffnungen neuer Stores beplant, bezüglich mehrerer Standorte bestünden bereits Verträge. Anfang Juli sei in Genf die vierte AUBADE-Boutique ausserhalb Frankreichs eröffnet worden. Weitere Standorte seien in Abklärung. Auch eine neue Werbekampagne, auf die in der Krise verzichtet wurde, laufe im Herbst an.
DERZEIT KEINE ÜBERNAHMEN - ANALYSTEN ZUFRIEDEN
Ein weiterer Schwerpunkt bleibe die Prüfung von externem Wachstum. Grundsätzlich kämen weiterhin nur komplementäre Unternehmen mit einer Umsatzgrösse von über 100 Mio CHF infrage, die mit ihren Marken im Premium- oder Luxussegment positioniert seien. Bislang sei kein geeigneter Übernahmekandidat identifiziert worden.
Analysten zeigten sich zufrieden mit dem Halbjahresergebnis. Wichtig sei, dass die Trendwende bei AUBADE vollzogen sei, heisst es bei Vontobel. Die ZKB sieht Calida "genau nach Plan unterwegs" und die Strategie des Managements erweise sich als richtig.
Die Aktie honoriert die Ergebnisse mit Gewinnen von rund 1% bis gegen Mittag in einem leicht schwachen Gesamtmarkt.
dr/cc

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