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Zürich (awp) - Der Wäschehersteller Calida hat am Freitag für 2010 das beste Geschäftsergebnis seit dem Börsengang im Jahr 1987 präsentiert. Die Gruppe schloss die Restrukturierung der 2005 übernommenen Marke Aubade erfolgreich ab und zog aus der eingeleiteten Retail-Strategie deutlichen Profit. In Zukunft will Calida den Ausbau der eigenen Läden vorantreiben und weitere Übernahmen tätigen.
"Wir sind stolz auf das Erreichte", sagte CEO Felix Sulzberger am Freitag an der Bilanzmedienkonferenz. Die Marke Calida habe sich im Markt solide weiter entwickelt und die Luxusmarke Aubade verzeichne einen eigentlich Wachstumsschub.
PROFITABILITÄT ERHÖHT
Im 2010 hat Calida bei kaum verändertem Umsatz von 213,4 (VJ 213,0) Mio CHF die Profitabilität deutlich verbessert. Das Vorjahr war zwar durch Einmalkosten als Folge einer Betriebsschliessung in Frankreich stark belastet, aber auch bereinigt um Sonderfaktoren legte die Gruppe auf operativer Ebene deutlich zu. Entsprechend stieg das Betriebsergebnis (EBIT) auf 24,6 (20,9) Mio CHF. Die daraus resultierende EBIT-Marge von 12,2 (10,5)% fiel über dem langfristigen Ziel von 12% aus.
Unter dem Strich habe ein Gewinn von 20,9 Mio CHF resultiert, nachdem im Vorjahr aufgrund der Sonderbelastung ein Verlust von 39,0 Mio CHF ausgewiesen wurde. An der Generalversammlung wird die Ausschüttung einer Dividende von 16 (8) CHF je Namenaktie beantragt. Um die Handelbarkeit der Calida-Aktien zu erhöhen, ist zudem ein Aktiensplit im Verhältnis von 1:20 vorgesehen.
Während die Umsätze in den Kernmärkten stagnierten, wuchs die Gruppe aber dank dem Retailgeschäft über die firmeneigenen Geschäfte bei der Marke Calida um 3,7% und bei Aubade um 10,6%. Währungs- und flächenbereinigt betrug das Wachstum gar 9,6 und 19,7%.
Die erhöhte Profitabilität führte der Calida-Chef auf zwei Punkte zurück: den Turnaround bei Aubade und die nachhaltige überdurchschnittliche Ertragskraft von Calida.
RETAILSTRATEGIE UMGESETZT
Der Turnaround bei Aubade sei dank der anhaltend guten Umsatzentwicklung bei gutem Kostenmanagement geglückt. Die Gruppe nahm eine Neuorganisation der Vertriebskanäle in Angriff und reduzierte dabei die bestehenden Organisationen von acht auf noch eine. Zudem sei mit den eigenen Stores ein zusätzlicher Vertriebskanal aufgebaut worden. 2010 sei über diesen Kanal rund 20% mehr umgesetzt. Auch bei der Marke Calida lag das Umsatzwachstum in den eigenen Läden mit 9,6% auf hohem Niveau.
Der Wäschehersteller wird deshalb auch im neuen Geschäftsjahr diese Strategie weiterverfolgen und hat zur Eröffnung von neuen Verkaufsstellen das Investitionsvolumen auf rund 10 Mio CHF erhöht. Es sollen 15 bis 20 neue Calida- und rund 10 Aubade-Store eröffnet werden.
ÜBERNAHMEN ANGESTREBT
Nebst den geplanten Retailstores und der weiteren Internationalisierung möchte Calida auch durch Akquisitionen wachsen. "Wir haben uns bereits im vergangen Jahr um mögliche Übernahmen bemüht und sehen darin eine ernsthafte Wachstumsmöglichkeit", sagte Sulzberger.
"Wir haben in den letzten 24 Monaten mit praktisch jedem Unternehmen gesprochen, das zum Verkauf stand", so Sulzberger. Entweder seien aber die Preisvorstellungen zu hoch gewesen oder es habe nicht man sei der Meinung gewesen, dass es doch nicht zu Calida passe. Calida verfügte per Ende 2010 über rund 38 Mio CHF an liquiden Mitteln.
AKTIE LEGT ZU
Für das laufende Geschäftsjahr 2011 äussert sich Calida vorsichtig optimistisch. Es werde ein leichtes Wachstum des Gesamtmarktes in den Hauptabsatzländern prognostiziert. Das Orderbuch zu Beginn des Jahres sei ein guter Indikator für die Umsatzentwicklung im ersten Halbjahr und stimme zuversichtlich, heisst es im Geschäftsbericht.
Vor diesem Hintergrund sollte die gute Marktposition der Gruppe zu einem moderaten Wachstum beider Marken führen, schreibt Calida.
Besorgt äussert sich das Management zur Preisentwicklung bei der Baumwolle. Die Preise hätten sich innert kurzer Zeit praktisch verdoppelt, was zu signifikanten Preiserhöhungen beim Einkauf geführt habe. Calida könne diese nur teilweise an die Konsumenten weitergeben und rechne deshalb im zweiten Halbjahr mit einer etwas tieferen Bruttomarge.
An der Börse legen die Papiere des Wäscheherstellers nach anfänglichen Verlusten deutlich zu. Analysten zeigten sich in einer ersten Reaktion erfreut über das vorgelegte Ergebnis. Bis um 15.00 Uhr notieren Calida 3,0% höher auf 597,50 CHF. Der breite Gesamtmarkt (SPI) steigt um 0,35%.
are/mk

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