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Zürich (awp) - Die Compagnie financière Tradition (CFT) hat ein schwieriges Jahr hinter sich. Der Interdealer Broker litt nicht nur unter Umsatzrückgang, sondern wurde auch durch einen Abschreiber auf immateriellen Vermögenswerten sowie Restrukturierungskosten zurückgebunden. Mit Problemen hatte die Gruppe zudem in ihrem Japan-Geschäft zu kämpfen. Unter dem Strich verdiente sie damit im vergangenen Jahr über einen Drittel weniger als noch im Vorjahr.
Die Unternehmensführung sprach angesichts des Gewinneinbruchs am Freitag in Zürich von einem Übergangsjahr. Das Jahr habe sich erwartungsgemäss schwierig gestaltet, erklärte Verwaltungsratspräsident und CEO Patrick Combes vor Medienvertretern und Analysten. So hätten einige Sonderkosten das Ergebnis belastet. Das Unternehmen sei nun aber auf Kurs und gut positioniert.
2011 WIEDER MIT MEHR UMSATZ
Combes zeigt sich daher für das laufende Jahr zuversichtlich. Nachdem der Umsatz im vergangenen Jahr um 10,5% auf 1'210,4 Mio CHF sank, versprach er für 2011 wieder mehr Umsatz. So hätten sich die ersten Monate des laufenden Geschäftsjahres gut angelassen, erklärte der Konzernchef. Stark entwickelt habe sich das Geschäft bisher insbesondere im März.
Im Kerngeschäft mit den professionellen Intermediär-Dienstleistungen rechnet er vor diesem Hintergrund mit einem Volumenwachstum zwischen 5 und 7%. Auch bei der Profitabilität stellte Combes eine "substanzielle" Verbesserung in Aussicht. Eine konkrete Zielmarge mochte er jedoch nicht abgeben, dazu sei es noch zu früh. Im abgeschlossenen Geschäftsjahr resultierte eine um Sonderfaktoren bereinigte Marge von 7,4%.
Weiterhin Priorität hat für die Gruppe zudem die Kostendisziplin. So sollen die Kosten auch im laufenden Geschäftsjahr gesenkt werden, nachdem bereits im vergangenen Jahr netto Kosteneinsparungen in der Höhe von 30 Mio CHF erzielt wurden.
ABSCHREIBUNGEN, RESTRUKTURIERUNGSKOSTEN UND PROBLEME IN JAPAN BELASTEN
Auf operativer Stufe wurde CFT durch diverse Faktoren zurückgebunden. So schrieb der Broker auf immateriellen Vermögenswerten im vergangenen Jahr 20,3 Mio CHF ab. Ausgaben in gleicher Höhe sind auch für das Geschäftsjahr 2011 budgetiert, danach sollen diese Kosten nicht mehr anfallen. Daneben resultierten 2010 ausserordentliche Aufwendungen u.a. für Restrukturierungen über insgesamt 17,2 Mio CHF.
Beeinträchtigt wurde das Ergebnis der Gruppe in der zweiten Jahreshälfte zudem durch die japanische Tochtergesellschaft Gaitame, die im zweiten Halbjahr eine deutliche Abschwächung des Geschäftsvolumens hinnehmen musste. Grund seien Probleme mit der IT-Plattform gewesen, erklärte die CFT-Führung. Das habe zur Folge gehabt, dass die Plattform einen Monat ausser Betrieb gewesen sei, entsprechend seien einige Kunden abgesprungen.
Angesichts dessen brach der Betriebsgewinn im Vergleich zum Vorjahr um knapp 57% auf 52,1 Mio CHF ein.
Auf Stufe Vorsteuergewinn profitierte die Rechnung von einem negativen Goodwill von 17,8 Mio CHF, der aus der Übernahme der Gesellschaft CM Capital Markets in Madrid resultierte. Somit belief sich der Vorsteuergewinn auf 70,0 Mio CHF, was einem Rückgang von knapp 44% entspricht. Nach Abzug der Steuern und der Minderheitsanteile belief sich der Gewinn auf 40,9 Mio CHF. Das sind rund 37% weniger als im Vorjahr.
Vor diesem Hintergrund wird die Dividende auf 5,00 CHF je Aktie gekürzt. Im Vorjahr schüttete die Gruppe noch eine Dividende von 8,00 CHF je Aktie aus.
AKTIEN NOTIEREN MIT DEUTLICHEN AUFSCHLÄGEN
Nachdem die Aktie im März massiv an Boden verloren hatte, notieren heute die Papiere trotz dem Gewinneinbruch mit deutlichen Aufschlägen. Bis gegen 14.00 Uhr gewinnen die Aktien rund 7,2% auf 109,30 CHF.
pf/rt

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