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CH: Krise lässt den Stromverbrauch schrumpfen

Dieser Inhalt wurde am 30. Dezember 2009 - 13:30 publiziert

Bern (awp/sda) - Die Wirtschaftskrise hat den Stromverbrauch der Schweiz im hydrologischen Jahr 2008/09 (per Ende September) um 2% schrumpfen lassen. Der Rückgang dürfte sich auch im Kalenderjahr 2009 in diesem Rahmen bewegen. Allerdings war 2008 ein Rekordjahr.
Im abgelaufenen hydrologischen Jahr belief sich der Stromverbrauch in der Schweiz auf gut 57,7 Mrd Kilowattstunden, wie das Bundesamt für Energie (BFE) am Mittwoch einen Bericht des "St. Galler Tagblatt" bestätigte. Das sind gut 2% weniger als im vorhergehenden hydrologischen Jahr.
Grund ist die Wirtschaftskrise. In der gleichen Periode schrumpfte das Bruttoinlandprodukt um 1,6%. Besonders markant war der Rückgang beim Stromverbrauch 2009 im April mit 11,2%. Ausser Januar und März wiesen in den ersten drei Quartalen alle Monate Rückgänge auf.
Aufgrund der leichten Wirtschaftserholung und der Witterung geht das BFE für das Kalenderjahr 2009 von einem Rückgang des Gesamtverbrauchs in der Schweiz um 2% oder mehr aus. Allerdings war der Stromverbrauch 2008 auf den Rekord von 58,7 Mrd Kilowattstunden gestiegen.
Mit dem für 2009 absehbaren Rückgang bewegt sich die Schweiz im europäischen Rahmen: Erstmals seit dem 2. Weltkrieg rechnen Experten damit, dass der gesamte Energieverbrauch in Europa 2009 rückgängig sein wird.
Der Stromverbrauch der grossen europäischen Länder ging im ersten Halbjahr 2009 gegenüber der Vorjahresperiode um 5% zurück. Im ganzen 2009 dürfte die Stromnachfrage um 3,5% zurückgehen.
Während die Nachfrage in der Schweiz nachliess, stieg die Stromproduktion im hydrologischen Jahr an. Mit einem Plus von 0,9% auf gut 65 Mrd Kilowattstunden erreichte sie den zweithöchsten Wert, wie die BFE-Statistik ausweist. Der Exportüberschuss betrug dabei 2,9 Mrd Kilowattstunden.
cf

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