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Bern (awp/sda) - Der Schweizer Arbeitsmarkt entwickelt sich besser als erwartet. Die Arbeitslosenquote verharrte im August bei 3,6%. Vor einem Jahr lag sie bei 3,8%. Weniger Stellensuchenden standen mehr offene Stellen zur Verfügung. Im Winter dürfte die Arbeitslosigkeit aber wieder leicht zunehmen.
Die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt sei im August insgesamt positiv, erklärte Serge Gaillard, Leiter der Direktion für Arbeit beim Staatssekretariat für Arbeit (SECO), am Dienstag auf Anfrage. Seit acht Monaten seien die Arbeitslosenzahlen rückläufig.
Saisonal bedingt sei ein Anstieg im August üblich, weil die Jugendlichen die Ausbildungen beendeten. Im August 2010 sei aber der Anstieg bei den Jugendlichen geringer ausgefallen als im Vorjahr und die Jugendarbeitslosenquote liege 0,8% tiefer als im Vorjahr.
142'879 Menschen waren laut SECO im August in der Schweiz ohne Arbeit, 549 mehr als im Vormonat. Insgesamt wurden 204'989 Stellensuchende bei den Arbeitsämtern registriert, 615 weniger als im Vormonat. Gegenüber dem Vorjahr sank diese Zahl um 1,7%. Die Zahl der bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) gemeldeten offenen Stellen erhöhte sich um 568 auf 17'994 Stellen.
Überdurchschnittlich hoch ist die Arbeitslosenquote in der Westschweiz (Ausnahme Wallis), im Tessin und in den Kantonen Zürich und Basel-Stadt. Die höchsten Quoten haben Genf und Neuenburg mit über 6%, die niedrigsten Appenzell-Innerrhoden und Uri mit knapp über 1%.
Keine Besserung gibt es bisher bei den Langzeitarbeitslosen. Ihre Zahl ist im August im Vergleich zum Vorjahr massiv gestiegen um über 70%. Sie liegt damit auf dem höchsten Stand seit 10 Jahren. Fast ein Viertel aller Arbeitslosen (23,8%) sind inzwischen seit über einem Jahr arbeitslos.
Laut Gaillard nimmt die Zahl der Langzeitarbeitslosigkeit in der Anfangszeit der konjunkturellen Besserung immer noch zu. Im August sei die Langzeitarbeitslosigkeit aber zum Stillstand gekommen. Das SECO hofft, dass damit der Höchststand erreicht wurde.
Besser sieht es bei der Kurzarbeit aus: Im Juni gab es einen starken Rückgang der Kurzarbeit. Der Rückgang der Kurzarbeitenden im Vergleich zum Vormonat lag bei gut 19%. Der Rückgang bei den ausgefallenen Stunden betrug 9%.
Im Vergleich zum Juni 2009 sank die Zahl der ausgefallenen Arbeitsstunden und der betroffenen Arbeitnehmenden um über 70%. Die Kurzarbeit ist allerdings Anfang 2009 massiv angestiegen.
Die Kurzarbeit ist laut Gaillard mit der konjunkturellen Besserung in der Industrie deutlich zurück gegangen. Das SECO rechnet mit keinem Anstieg der Kurzarbeit im Herbst.
Im Moment entwickelt sich die Arbeitslosigkeit wie es die SECO-Prognosen vorsehen. Im September dürfte die Arbeitslosigkeit mehr oder weniger stagnieren. Im Winter (bis Januar) wird aus saisonalen Gründen mit einer leichten Zunahme gerechnet.
Im nächsten Jahr sollte sich der Rückgang der Arbeitslosigkeit aber verlangsamt fortsetzen. Für 2010 rechnet das SECO mit einer durchschnittlichen Arbeitslosenquote von 3,9% und für 2011 mit 3,7%.
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