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CH/Atomdebatte: Heimatschutz fordert nationale Planung von neuen Windparks

Bern (awp/sda) - Strom aus Windkraft ist eine der möglichen Optionen als Ersatz für Atomenergie. In einem Positionspapier fordert der Schweizer Heimatschutz eine nationale Planung von neuen Windparks und eine Konzentration auf möglichst wenige Standorte.
Die Planung von über 140 Windkraftanlagen, die in den nächsten fünf Jahren ans Stromnetz angeschlossen werden, befinde sich in einem sehr fortgeschrittenen Stadium. Der Bau solcher Windparks werde einen deutlichen Einfluss auf Landschaften und Ortsbilder haben, heisst es in dem am Donnerstag veröffentlichten Positionspapier.
Deshalb fordert der Schweizer Heimatschutz, dass die räumliche Planung von Windkraftanlagen auf nationaler Ebene erfolgen muss beziehungsweise künftig in die Verantwortung des Bundes fallen soll. Heute sind Gemeinden und Kantone für die Bewilligung von Windrädern zuständig.
Keine Windparks will der Heimatschutz in nationalen Schutzgebieten, in der Nähe von nationalen und kantonalen Schutzobjekten und in Landschaftsräumen mit prägenden kulturhistorischen Hochbauten. Exponierte und unbelastete Kreten sollen ebenso wenig mit Windrädern bebaut werden wie Aussichtspunkte und Erholungsgebiete mit vielen Wanderwegen. Das Interesse an der Produktion von grüner Energie rechtfertige "in keinem Fall" eine Beeinträchtigung von Schutzgebieten, heisst es im Papier.
Windkraftwerke sollen zu Windparks, das heisst zu Gebieten mit mehr als drei Windrädern, zusammengefasst werden, fordert der Heimatschutz weiter. Er pocht auf ein nationales Landschaftskonzept, damit an möglichst wenigen Standorten ein möglichst effizienter Ertrag erzielt werden kann.
Ein analoges Positionspapier zu möglichen Konflikten zwischen Ortsbildschutz und Photovoltaikanlagen hat der Heimatschutz bereits früher veröffentlicht. Darin wird vorgeschlagen, für die Gewinnung von Solarstrom wirtschaftlich besonders effiziente Grossanlagen zu konstruieren und diese in Industrie- und Gewerbezonen zu platzieren.
Ausserhalb von Bauzonen, so der Heimatschutz, sollte auf Solaranlagen verzichtet werden, weil sie aufgrund ihrer Exponiertheit besonders auffällig in Erscheinung treten. In Nicht-Siedlungsgebiete sollen zudem keine Grossanlagen erstellt werden.

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