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(Meldung leicht umgeschrieben und mit Aussagen aus der Medienkonferenz ergänzt)
Zürich (awp) - Die Schweizer Banken sind nach einem zufriedenstellenden 2010 auch für 2011 optimistisch gestimmt. Von der zunehmenden Regulierung des Bankensektors erwarten sie aber negative Auswirkungen. Die Aktionäre müssten deshalb künftig mit tieferen Renditen rechnen, glaubt eine Mehrheit der Finanzinstitute gemäss dem Bankenbarometer 2011 des Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmens Ernst&Young.
Nachdem das abgelaufene Jahr 2010 von 92% der Banken als "positiv" oder "eher positiv" beurteilt wurde, sei auch die Stimmung für das laufende Jahr gut, heisst es in dem am Dienstag vorgestellten Bankenbarometer: So erwarteten 58% der befragten Banken in den nächsten sechs Monaten einen "eher positiven" und 34% einen "positiven" Geschäftsverlauf. Im Rahmen der erstmals durchgeführten Erhebung hat Ernst&Young 60 Führungskräfte von Banken befragen lassen.
Mehrheitlich positiv beurteilten die Befragten die Entwicklungen im Zusammenhang mit der Abgeltungssteuer und dem Bankgeheimnis: 73% der Banken erwarteten davon letztlich positive Auswirkungen für den Bankenplatz Schweiz. Am skeptischsten zeigten sich dabei Regional- und Kantonalbanken: Diese profitierten wohl am wenigsten während die Kosten dennoch anfielen, sagte Studien-Mitverfasser Iqbal Khan am Dienstag an einer Studienpräsentation in Zürich.
Von der zunehmenden Regulierung erwarten die Bankverantwortlichen in den nächsten 6-12 Monaten "eher negative" (57%) oder "negative" (8%) Einflüsse. Die damit verbundenen Kosten könnten nach Einschätzung der Banken nur zu einem geringen Teil an die Kunden abgewälzt werden können. Neben dem Druck auf die Renditen erwarten die meisten Banken auch eine grundlegende Anpassung der Vergütungs- und Anreizsysteme.
Die gewichtigsten Auswirkungen erwartet fast drei Viertel der Befragten aus den Regulierungen der grenzüberschreitenden Aktivitäten (Cross Border) und der Regulierungen im Rahmen der Steuerabkommen und der Steuertransparenz - namentlich aus FATCA-Vorschriften der USA und der Abgeltungssteuer. "Die Banken werden sich künftig wohl auf Länder fokussieren müssen, in denen sie tätig sein wollen", sagte der Leiter Bankenbarometer, Patrick Schwaller.
Nur eine Minderheit der Banken erwartetet dagegen einen starken Einfluss der Liquiditäts- und Einlagesicherungsvorschriften und der strengeren Eigenmittelregulierung. Dies stehe etwa im Gegensatz zu einer analogen Befragung unter den Banken in Deutschland, wo dies eines der "Top-Themen" sei, so Schwaller: "Die Schweizer Banken sind relativ gut kapitalisiert."
Den intensivsten Wettbewerbsdruck ortet eine Mehrheit der Institute im Private Banking. Knapp die Hälfte der Banken erwartet hier eine Konsolidierung in den nächsten 6-12 Monaten, ein weiteres Drittel erwartet die Konsolidierung später. Auch er erwarte mittelfristig eine Konsolidierung, sagte Khan: Insbesondere die Klärung der Situation um das Bankgeheimnis werde Übernahmen von Vermögensverwaltern wieder attraktiver machen.
Im Kreditgeschäft dürften sich die Banken im laufenden Jahr nicht stärker zurückhalten als im vergangenen Jahr: 58% der Institute gehen von gleich bleibenden Kreditvergaben aus, 13% gar von einer weiteren Expansion. Allerdings beobachten viele Banken auch, dass die Regeln der Kreditvergabe vermehrt aufgeweicht werden. Eine Neigung zur Blasenbildung am Immobilienmarkt wird deshalb immerhin von 55% bejaht.
Die Zinsentwicklung in der Schweiz wird von der Hälfte der Institute 2011 als stabil angesehen, während die andere Hälfte leicht steigende Zinsen und eine kleine Minderheit (5%) stark steigende Zinsen antizipiert. Zudem rechnet eine klare Mehrheit der Befragten in den kommenden Monaten mit einem gleich bleibenden oder stärker werdenden Schweizer Franken gegenüber den wichtigsten Währungen.
tp/ps

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