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CH/BFM: Leicht mehr Asylgesuche als im Vorquartal - Stabilisierung im Gesamtjahr

Dieser Inhalt wurde am 16. Oktober 2009 - 12:10 publiziert

Bern (awp/sda) - Die Zahl der in der Schweiz eingereichten Asylgesuche hat sich im dritten Quartal weiter stabilisiert. Gegenüber dem zweiten Quartal stieg die Zahl um 290 Gesuche an. Übers ganze Jahr gesehen dürfte die Zahl der Asylgesuche mit rund 16'000 etwa gleich hoch ausfallen wie 2008.
Mit insgesamt 3'744 Asylgesuchen lagen die Asylgesuche zwischen Juli und September rund 15 Prozent unter den Zahlen des dritten Quartals 2008. Kumuliert sind in der Schweiz im laufenden Jahr bis Ende September mittlerweile 12'136 Gesuche verzeichnet worden, wie das Bundesamt für Migration (BFM) am Freitag mitteilte.
Es sei kaum zu erwarten, dass im verbleibenden Quartal pro Monat durchschnittlich 2000 und mehr Gesuche eingereicht würden wie im Vorjahr. Deshalb dürfte sich die Zahl der Asylgesuche im Gesamtjahr wohl um die 16'000 betragen. Letztes Jahr waren es genau 16'606.
Am meisten Gesuche gingen im dritten Quartal 2009 von nigerianischen Staatsangehörigen ein. Auf diesen Staat entfielen 394 Gesuche, leicht weniger als im Vorquartal (-3,7%). Dahinter folgen Eritrea mit 296 (+12%), Sri Lanka mit 262 (-35%), Irak mit 220 (+9,5%), Georgien mit 212 (+161,7%) und Afghanistan mit 208 Gesuchen (+48,6%).
Laut Angaben des BFM haben Nigerianer in der Schweiz - wie in den übrigen wichtigen europäischen Zielländern - nach wie vor kaum Aussicht auf Asyl: In 93,5 Prozent der in diesem Jahr entschiedenen Gesuche von nigeranischen Staatsangehörigen sei ein Nichteintretensentscheid gefällt worden.
Schlechte Aussichten auf Asyl in der Schweiz haben insbesondere auch zahlreiche georgische Gesuchsteller. Zwischen Mai und August 2009 hätten 3'500 Georgierinnen und Georgier in Polen ein Asylgesuch eingereicht.
Ein grosser Teil von ihnen sei weiter Richtung Westeuropa gereist und habe in den Zielländern ein zweites Asylgesuch eingereicht. Die Schweiz sei davon auch betroffen gewesen. Der Grossteil dieser Menschen muss nun damit rechnen, im Rahmen des Dublin-Übereinkommens nach Polen zurückgeschafft zu werden.
Das Dublin-Abkommen erweist sich für die Schweiz allgemein als vorteilhaft. Zwischen Mitte Dezember 2008 und Ende September 2009 hat die Schweiz bei 4'020 Personen um Übernahme in einen anderen Dublin-Staat ersucht. Bei 3'045 wurde die Zustimmung erteilt. 479 Ersuchen sind noch nicht beantwortet, der Rest abgelehnt. Gleichzeitig musste die Schweiz nur 262 zurücknehmen.
ch

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