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Neuenburg (awp) - Der Landesindex der Konsumentenpreise (CPI) ist im Juli 2010 gegenüber dem Vormonat um 0,7% gesunken auf den Stand von 103,4 Punkten (Dezember 2005 = 100). Innert Jahresfrist erhöhten sich die Konsumentenpreise (Jahresteuerung) damit um 0,4%, verglichen mit Jahresraten von +0,5% im Juni 2010 und von -1,2% im Juli 2009, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Dienstag mitteilte.
Damit lag die Teuerungsraten unter den Schätzungen. Die von AWP befragten Ökonomen haben die Jahresteuerung im Juni auf +0,6% bis +1,0% geschätzt, im Monatsvergleich wurde mit einer Indexveränderung von -0,6% bis -0,2% gerechnet.
Der Rückgang des Landesindexes zum Vormonat ist vor allem auf den Sommerausverkauf für Bekleidung und Schuhe (-10,7%) und auf die tieferen Heizölpreise (-5,3%) zurückzuführen. Ebenfalls rückläufig waren im Juli die Indexwerte für die Warengruppen Hausrat und laufende Haushaltsführung (-1,4%), Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke (-0,5%), Wohnen und Energie (-0,3%), Verkehr (-0,3%), Freizeit und Kultur (-0,2%), Sonstige Waren und Dienstleistungen (-0,2%) sowie Restaurants und Hotels (-0,1%).
Höher lagen hingegen die Indexwerte der Gruppen Alkoholische Getränke und Tabak (0,2%) sowie Gesundheitspflege (0,1%). Insgesamt unverändert blieb der Bereich Nachrichtenübermittlung, während für Erziehung und Unterricht im Berichtsmonat keine Erhebung erfolgte.
Wie das Bundesamt für Statistik weiter mitteilte, ermässigte sich das Preisniveau nach Herkunft im Vergleich zum Vormonat bei den Inlandgütern um 0,1% und bei den Importgütern um 2,3%. Innert Jahresfrist verzeichneten die Inlandgüter eine Preissteigerung um 0,4%, die Importgüter um 0,3%.
Der harmonisierte Verbraucherpreisindex, der ein Vergleich mit den europäischen Ländern ermöglicht, lag bei 103,8 Punkten (Basis 2005 = 100), entsprechend einem Minus von 0,5% gegenüber dem Vormonat bzw. einem Plus von 0,4% gegenüber dem Vorjahr.
uh

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