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Neuenburg (awp/sda) - Die Umsätze im Schweizer Detailhandel sind im Januar überraschend stark gesunken. Es dürfte sich aber um einen statistischen "Ausreisser nach unten" handeln. Der positiven Konsumentenstimmung und dem Optimismus des Handels zum Trotz hat sich der Detailhandel seit Dezember abgeflacht.
Die Detailhandelsumsätze in der Schweiz sind im Januar gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat real (teuerungsbereinigt) um 2,6% gesunken. Die nominalen Umsätze verminderten sich gegenüber dem Vorjahresmonat um 4,8%, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Donnerstag mitteilte.
Im Vergleich zum Vormonat sanken die realen Umsätze im Januar um 1,8% (nominal -1,6%). Die Umsätze mit Nahrungsmitteln, Getränken und Tabakwaren stiegen real um 0,1% (nominal -1,0%). Der Bereich Non-Food wies ein Minus von 2,5% (nominal -2,9%) auf.
Für Martin Straub von der Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich (KOF) entspricht der starke Rückgang nicht ganz den Erwartungen. Es handle sich um einen statistischen "Ausreisser nach unten", der angesichts der sehr volatilen Monatsdaten immer wieder vorkomme.
Bereits die Dezemberdaten waren leicht negativ. Insgesamt hat es nach Ansicht der KOF damit eine Abflachung im Detailhandel gegeben. Der Januarwert liege aber unter der generellen Tendenz, sagte Straub. Es sei nicht zu erwarten, dass die nächsten Monatswerte alle so tief ausfallen würden.
Nach Ansicht der KOF stützt der Konsum weiterhin die Konjunktur. Insgesamt sei die Entwicklung im Detailhandel allerdings heute weniger gut als noch vor einem halben Jahr. Aber gesamthaft sei es keine schlechte Entwicklung.
Positive Signale senden laut KOF die vom Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) im Januar erhobene leicht steigende Konsumentenstimmung und die KOF-Detailhandelsumfrage aus. Die Detailhändler erwarten in den nächsten Monaten steigende Umsätze. Daher sei nicht zu erwarten, dass der Detailhandel in den nächsten Monaten abstürze.
Gründe für den Rückgang der Umsätze im Januar sind nicht auszumachen. Preissenkungen bei den Grossverteilern im Januar erklären allerdings den noch stärkeren nominalen Rückgang der Umsätze. Die beiden Marktschwergewichte Coop und Migros hatten zuletzt fast gleichzeitig Ende Dezember unter grossem Werbeaufwand Preissenkungen für ein breites Sortiment an Produkten kommuniziert.
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