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(Meldung wurde umgeschrieben und ausgebaut)
Neuenburg (awp/sda) - Die Schweizer Hoteliers haben im März wieder mehr Gäste begrüsst. Das bessert die Quartalsbilanz der Branche auf, nachdem vor allem im Februar viele Gäste der Schweiz wegen Frankenstärke und wenig Schnee ferngeblieben waren.
Die Zahl der Übernachtungen nahm im ersten Quartal gesamthaft um 130'000 (1,4%) auf 9,2 Mio ab, was stark auf den Februar zurückgeht. In Skiregionen wie Graubünden, Wallis und dem Berner Oberland brachten die vergleichsweise geringen Schneemengen die Hoteliers um Einnahmen.
Im März ging es mit einer Zunahme um 75'000 (+2,3%) auf 3,3 Mio Logiernächte hingegen wieder bergauf. Die höchste Zunahme an Logiernächten hatten der Grossraum Zürich und die Gegend um den Vierwaldstättersee. Die Zahl der Übernachtungen ging nur im Wallis und am Genfersee zurück, allerdings nicht sehr stark.
Während im März 1,4 Mio Übernachtungen von Gästen aus der Schweiz in Anspruch genommen wurden, gingen 1,9 Mio Logiernächte auf das Konto internationaler Reisender. In beiden Fällen verzeichnete das Bundesamt für Statistik (BFS) eine Zunahme, wie am Montag mitgeteilt wurde.
Zur Erholung der Situation im März trugen Gäste aus den schnell wachsenden Volkswirtschaften wie China, Indien und Brasilien bei, womit sie einen mehrjährigen Trend erneut bestätigten. Auch Besucher aus den reichen Golfstaaten sowie reisefreudige Russen waren einmal mehr eine Stütze der Hotelbranche.
Für die Gäste aus Euro-Ländern sowie Grossbritannien ist der starke Franken nach wie vor ein Thema, wie die BFS-Statistik deutlich macht. Bei den Deutschen, nach den Schweizern die grösste Touristengruppe, fiel die Zahl der Logiernächte um 4,4% auf knapp 604'000.
Das Vereinigte Königreich verbuchte mit 164'000 Logiernächten sogar ein Minus von 15,6%. Zulegen konnten hingegen die Logiernächte der Amerikaner, Franzosen und Italiener, obwohl auch diese Touristen für den Franken beim Eintausch heuer deutlich mehr bezahlen als vor einem Jahr.
Beim Herkunftsland Japan, das auf Rang 13 der Liste ist, gingen die Logiernächte um 1,3% auf knapp 21'000 zurück. Ob dies mit der Erdbeben- und Atomkatastrophe in diesen Land zusammenhängt, die sich Mitte März ereignete, ist für die Touristiker noch nicht klar festzustellen.
Die März-Zahlen könnten noch ein Zufallsergebnis sein, sagt Daniela Bär, Sprecherin von Schweiz Tourismus. Da die Hauptreise-Saison für Japaner Mitte Mai bis Ende August sei, erwarte die Branche den eigentlichen Rückgang erst noch.
"Es hat Annullierungen gegeben", sagte Bär der Nachrichtenagentur SDA. Im Moment sei aber die Grössenordnung noch nicht zu beziffern.
mk

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