Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

Thun (awp/sda) - SP-Bundesrätin Simonetta Sommaruga hat in ihrer 1.-Mai-Ansprache in Thun dazu aufgerufen, nicht alle Probleme in der Schweiz mit der Zuwanderung zu verknüpfen. Besser sei es, Ausländerinnen und Ausländer bei der Integration zu unterstützen.
Wenn behauptet werde, an den steigenden Mieten seien die Zugewanderten schuld, stimme das "nur sehr beschränkt", sagte Sommaruga vor schätzungsweise 500 Personen vor dem Thuner Rathaus. Vielmehr seien die hohen Mieten eher eine Folge von vernachlässigter Raumplanung und dem Bedürfnis nach mehr Wohnraum.
Auch volle Züge und Staus auf den Strassen seien keine Folge von Zuwanderung, sondern die Konsequenz des stetig steigenden Mobilitätsbedürfnisses. Reines "Wahlkampfgetöse" sei, wenn man gar die AKW-Frage mit der Migrationsdiskussion verknüpfe.
Wer fordere, das Abkommen über die Personenfreizügigkeit zu kündigen, mache es sich zu einfach. "Soviel Selbstbewusstsein sollten wir doch haben, um zu wissen, dass wir in unserem Land solche Schwierigkeiten meistern können!", sagte Sommaruga.
Sommaruga sprach in Thun zur Personenfreizügigkeit, weil am (heutigen) 1. Mai das Abkommen zur Ausweitung dieses Grundsatzes auf acht mittel- und osteuropäische Länder in Kraft tritt. Das betreffe sie als "Migrationsministerin" besonders und wecke bei der Bevölkerung Ängste und Befürchtungen, sagte die Bundesrätin.
Die Personenfreizügigkeit sei aber eine Erfolgsgeschichte. Das Zusammenleben funktioniere. Es gebe aber auch negative Seiten. Die Wirtschaft müsse mithelfen, diese zu lösen, indem sie Missbräuche bekämpfe und sich an die vereinbarten Regeln halte.
Bundesrätin Sommaruga rief die Bevölkerung dazu auf, bei der Integration von Ausländern aktiv zu sein. "Integration geschieht nicht von allein. Wir müssen den Zugewanderten zeigen, dass es sich lohnt, eine Landessprache zu erlernen, dass es sich auszahlt, einen Beruf zu lernen".
Anderseits dürfe die Schweiz erwarten, dass die Ausländer die hiesigen Verfassungsgrundsätze respektierten, "dass zum Beispiel die Gleichstellung zwischen Mann und Frau nicht auf dem Papier besteht, sondern auch täglich gelebt wird".
Missbräuche würden nicht geduldet. Denn die Personenfreizügigkeit werde von der Bevölkerung nur akzeptiert, "wenn alle wissen, dass sie eine Zuwanderung in den Arbeitsmarkt ist und nicht eine Zuwanderung in die Arbeitslosenversicherung oder in die Sozialhilfe".
uh

Neuer Inhalt

Horizontal Line


swissinfo DE

Aufruf, der Facebook-Seite von swissinfo.ch beizutreten

Treten Sie unserer Facebook Seite auf Deutsch bei!

subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.










???source_awp???