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(Meldung ergänzt um weitere Angaben)
Bern (awp/sda) - Im Jahr 2025 sollen die Schweizer Bauern wirtschaftlich erfolgreich ökologisch optimale Nahrungsmittel produzieren. Dieses Ziel hat das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) im Entwurf für die neue Strategie zur Land- und Ernährungswirtschaft 2025 festgelegt.
Um das Ziel zu erreichen, müsse die Schweizer Agrarpolitik zweigleisig weiterentwickelt werden, sagte BLW-Direktor Manfred Bötsch am Freitag vor den Medien in Bern. Einerseits gelte es die bisherige Politik zu optimieren, etwa durch die Verbesserung des bisherigen Direktzahlungssystems.
Andererseits müsse die Agrarpolitik einen breiteren Ansatz verfolgen als bisher. Die Schweiz dürfe in der Agrarpolitik nicht allein auf die Landwirtschaft fokussieren.
Vielmehr müsse die gesamte Ernährungskette von der Produktion bis zum Endverbraucher berücksichtigt werden. Das Augenmerk müsse dabei auch auf Umwelt- und raumplanerische Fragen sowie auf Bildung, Beratung und Forschung gelegt werden.
Den breiten Ansatz begründen die BLW-Experten unter anderem mit dem Szenario, das dem Strategie-Papier zugrunde liegt. Die Experten gehen davon aus, dass in den nächsten Jahren die Ressourcen und Rohstoffe knapper werden und die Wirtschaft nur beschränkt wächst. Die BLW-Vertreter zeigten sich dabei überzeugt, dass es mit intelligenter Politik möglich ist, mit der Knappheit umzugehen.
Gefordert sind in erster Linie die Landwirte. Sie sollen als erfolgreiche Unternehmer das Produktionspotenzial optimal nutzen und die möglichen Kostensenkungen realisieren. Ihr Ziel muss es laut den Strategen sein, ihre Qualitätsführerschaft auszubauen. Dazu soll die vom BLW propagierte Qualitätsstrategie vorangetrieben werden.
Eine wichtige Rolle spielt dabei die umweltgerechte Produktion. Mittels gezielterer Direktzahlungen soll die Ressourcen- und Klimaeffizenz weiter gesteigert werden. Der Bund soll zudem umwelt- und tierfreundliche Produktionsformen fördern.
Die nachhaltige Produktion nützt jedoch nichts, wenn die Konsumenten die Produkte nicht kaufen. Dank besserer Information und Labels soll die Bevölkerung ihre Konsummuster weiter entwickeln.
Die Bauern will das BLW unterstützen, indem ihr unternehmerischer Spielraum ausgebaut wird. So sollen bei den Direktzahlungen wettbewerbsbehindernde Bestimmungen abgebaut werden.
Die Bauern sollen aber auch stärker diversifizieren. Die Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft und Tourismus sei auszubauen. Um Schwankungen der Marktpreise auszugleichen, will der Bund Versicherungs-Lösungen prüfen.
Grossen Handlungsbedarf ortet das BLW beim Schutz des landwirtschaftlichen Kulturlands. Das Ziel der bisherigen Agrarpolitik, den Verlust von Kulturland einzudämmen, sei nicht erreicht worden.
Der absolute Waldschutz und der Siedlungsdruck führten dazu, dass die landwirtschaftliche Nutzfläche als einzige Nutzungszone permanent schrumpfe. Aus Sicht des BLW sei aber landwirtschaftlicher Boden genau so knapp wie der Wald. Eine Lösung wäre deshalb, die Agrarflächen dem Wald gleichzusetzen.
Laut Bötsch erfüllt sein Amt mit der Strategie diverse parlamentarische Vorstösse. Bei der Ausarbeitung der Strategie hat das BLW die wichtigsten Einflussfaktoren der kommenden Jahre analysiert, darunter die Bevölkerungsentwicklung, das Wirtschaftswachstum, den Klimawandel und die Ressourcenknappheit. Daraus hat es den Handlungsbedarf für die Zukunft ermittelt.
Das Bundesamt will nun mit interessierten Kreisen über die Vorschläge diskutieren. Die Ergebnisse sollen in die Vorbereitung der nächsten agrarpolitischen Reformetappe 2014-2017 einfliessen.

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