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(Mit Aussagen der SVP- und Grünen-Präsidenten)
Bern (awp/sda) - Aus Uri, Glarus und dem Tessin sind am Dienstag neue Namen für die Bundesratswahl aufgetaucht: Josef Dittli, Pankraz Freitag und Patrizia Pesenti. Unter Zeitdruck stehen vor allem SP und FDP - am 14. September sollen ihre Kandidaturen feststehen.
Der vorgezogene Rücktritt von Bundesrat Moritz Leuenberger hat dem Kandidatenkarussel neuen Schwung gebracht: Immer mehr Kantonalsektionen von FDP und SP bringen neue mögliche Kandidaten ins Spiel.
Am Dienstag teilte die Urner FDP mit, sie habe ihren Regierungsrat Josef Dittli angefragt, nachdem Fraktionschefin Gabi Huber verzichtet hatte. Der 53-jährige Finanzdirektor Dittli will sich in den nächsten zwei Wochen entscheiden.
Auch die Tessiner wollen die Chance einer Doppelvakanz nicht ungenutzt verstreichen lassen. Die kantonale SP rollt ihrer 51-jährigen Regierungsrätin Patrizia Pesenti den roten Teppich aus.
Wenn sie sich zur Verfügung stelle, werde die Kantonalpartei sie unterstützen, sagte Präsident Manuele Bertoli am Dienstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Ein Grundsatzentscheid soll spätestens an der Geschäftsleitungssitzung vom 24. August fallen.
Die Tessiner FDP überlegt sich ebenfalls eine Kandidatur - sie befasst sich am 18. August damit. In dem Medien sind bisher vor allem die Nationalräte Fabio Abate und Ignazio Cassis sowie alt Regierungsrätin Marina Masoni als Kandidaten herumgeboten worden.
Pankraz Freitags Name ist ebenfalls hin und wieder gefallen. Nun sagte der 57-jährige Glarner Ständerat gegenüber der SDA, er sei von Parteipräsident Fulvio Pelli angefragt worden und überlege sich eine Kandidatur. Entscheiden will er sich Anfang der kommenden Woche.
Für die Parteien wird der Zeitplan langsam eng, bevor die Nachfolgerinnen oder Nachfolger von Moritz Leuenberger und Hans-Rudolf Merz am 22. September gewählt werden. Vor allem SP und FDP müssen sich sputen. Beide Parteien wollen am 14. September definitiv entschieden haben, wen sie ins Rennen schicken.
Die Berner SP will bereits am (morgigen) Mittwoch an einer Medienkonferenz über ihre Kandidatur informieren. Favoritin ist Ständerätin Simonetta Sommaruga.
Auch die Zürcher SP - mit der Winterthurer Nationalrätin Jacqueline Fehr als Favoritin - gibt Gas. Bereits am 23. August, dem ersten Tag nach den Zürcher Sommerferien, müssen die Sektionen ihre Vorschläge abgeben.
Die kantonale SP hat zudem ihre ausserordentliche Delegiertenversammlung vom 28. Oktober auf den 30. August vorgezogen.
Der FDP bleibt genauso wenig Zeit für die Merz-Nachfolge. Am 19. August wollen die Delegierten der St. Galler FDP über ihre Nomination befinden. Ihre Anwärterin - Regierungsrätin Karin Keller-Sutter - wird mit dem Berner Nationalrat Johann Schneider-Ammann als Favoritin gehandelt.
Schneider-Ammann seinerseits hat bis zum 21. August Zeit zu entscheiden, ob er antreten will. Bis zu diesem Tag müssen die Kantonalparteien ihre Nominierungen bei der FDP Schweiz deponieren.
Die anderen Parteien müssen nun ebenfalls ihre Strategien festlegen. Zu diesem Zweck tagen die CVP am 15. August und die SVP am 16. August. Der Sitzungstermin der Grünen ist noch offen und soll wenn möglich nächste Woche angesetzt werden.
Die Spitzen der SVP und der Grünen gaben am Dienstagabend der "Tagesschau" im Schweizer Fernsehen einen Einblick in ihre Strategie. Die SVP werde "nach heutigem Stand" den SP-Sitz angreifen, sagte SVP-Präsident Toni Brunner. Den FDP-Sitz wolle die SVP angreifen, falls von der FDP keine Unterstützung komme.
Die Grünen nehmen dagegen den FDP-Sitz ins Visier, wie Ueli Leuenberger sagte. Er möchte das erste grüne Mitglied der Landesregierung an der Seite zweier SP-Bundesrätinnen oder -Bundesräte sehen. Er selbst kandidiere nicht, sagte Leuenberger. Auch der grüne Berner Regierungsrat Bernhard Pulver verzichtet.
Für Grüne und SVP dürfte es schwer werden, einen Bundesrat aus den eigenen Reihen durchzubringen. Die Pol-Parteien sind auf die Hilfe anderer angewiesen.

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