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(Mit weiteren Angaben)
Wien (awp/sda/apa) - Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey hat bei ihrem Besuch in Österreich die aktuelle Schweizer Atompolitik erläutert. Nach einem Treffen mit Österreichs Bundespräsident Heinz Fischer sagte sie, die Schweiz prüfe einen Atomausstieg. Fischer warnte vor übereilten Schritten.
Die Schweiz prüfe verschiedene Szenarien, darunter auch den Ausstieg, sagte Calmy-Rey am Montag vor den Medien in Wien. Fischer, dessen Land keine Atomkraftwerke besitzt, warnte vor einem übereilten Ausstieg aus der Atomkraft. Er sprach sich für Sicherheitsüberprüfungen an bestehenden Atomkraftwerken aus.
Calmy-Rey sprach mit Fischer auch über die Massnahmen, die die Schweiz seit der AKW-Katastrophe in Japan getroffen hat. Dazu gehört unter anderem die Anordnung von Sicherheitsüberprüfungen für die bestehenden Meiler.
Dies sei auch der Grund, warum die Schweiz vorerst nicht bei den EU-Stresstests für AKW mitmache. "Wir wollen nicht auf die EU warten", sagte Calmy-Rey. Die EU habe nämlich noch nicht einmal Kriterien für die Sicherheitstests definiert.
Fischer begrüsste die angekündigten AKW-Sicherheitsüberprüfungen und vertraut ihnen. "Die Schweiz ist ein Land, das schon aus Rücksicht auf die eigene Bevölkerung in Bezug auf die Sicherheit alles tun wird, um ein Maximum an Sicherheit zu erreichen", sagte der Bundespräsident.
Den Atomausstieg sieht Fischer als "langfristiges Ziel". Er zitierte diesbezüglich die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel, die die Atomkraft als "Brückentechnologie" zwischen fossilen und erneuerbaren Energieträgern bezeichnet hatte.
Am Nachmittag traf Calmy-Rey in Wien auch den österreichischen Bundeskanzler Werner Faymann zu einem Gespräch. Themen waren unter anderem die Atomenergie und die politische Situation in Nordafrika mit ihren Auswirkungen auf Europa.
In Österreich sei durch eine Volksabstimmung der Einstieg in die Atomenergie verhindert worden, sagte Faymann, und zwar mit einem Instrument der direkten Demokratie, das gerade in der Schweiz eine besondere Tradition habe. "Ich hoffe, dass die Überlegungen in der Schweiz ebenfalls zu einem endgültigen Ausstieg aus der Kernenergie führen", fügte er an.
Calmy-Rey nutzte ihren eintägigen offiziellen Arbeitsbesuch in Wien auch zu einem Treffen mit dem Chef der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Yukiya Amano. Dabei sprach sie sich dafür aus, dass die IAEA die Führung bei der Analyse der Konsequenzen des Fukushima-Unfalls übernehmen sollte, wie das Aussendepartement EDA auf Anfrage mitteilte.
Die Organisation soll namentlich in der Frage der Sicherheit von Atomreaktoren eine aktivere Rolle einnehmen. Nötig seien volle Transparenz und robuste sowie harmonisierte Sicherheitsstandards, über die regelmässig berichtet werden soll und die streng überprüft werden sollen.

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