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Zürich (awp/sda) - Die meisten Schweizer Branchen werden sich 2011 weiter erholen, wenn auch in abgeschwächtem Tempo. Die besten Wachstumsaussichten haben exportorientierte Industriebranchen wie die Uhrenindustrie, wie es im neuesten Branchenhandbuch der Credit Suisse heisst.
Insbesondere jene Industriebranchen, die ein starkes Standbein in den boomenden Schwellenländern haben - und dazu gehört die Uhrenindustrie -, werden überdurchschnittlich zulegen, teilte die Credit Suisse am Mittwoch mit. Auch für die Metall-, Maschinen- und Elektroindustrie sowie die Chemie und Pharmabranche prognostizieren die CS-Ökonomen ein überdurchschnittlich erfolgreiches 2011.
Der Franken könnte aber zum Spielverderber werden. Auch wenn die Auslandkonjunktur einen grösseren Einfluss auf das Exportvolumen habe als der Wechselkurs, sei ein Bremseffekt nicht auszuschliessen. Die Ökonomen sind sich sicher: Hält die Frankenstärke an, müssen die Unternehmen vermehrt Kostensparmassnahmen oder Produktionsverlagerungen in Betracht ziehen.
Weniger rosig sieht es für die Industriebranchen Textil und Bekleidung, Druck und Verlag sowie für die Papierindustrie aus. Diese Branchen kämpfen nicht nur mit konjunkturellen sondern insbesondere mit strukturellen Einflussfaktoren, die laut den Experten mittelfristig für die Entwicklung einer Branche ausschlaggebend seien.
Die Perspektiven dürften sich in diesen Branchen auch in den kommenden drei bis fünf Jahre nicht verbessern. Auf der Basis von strukturellen Angebotsfaktoren und langfristigen Nachfragetrends haben die CS-Ökonomen ein Chancen-Risiko-Modell entwickelt. Druck- und Verlagswesen, die Textil- und Bekleidungsindustrie, das Gastgewerbe sowie die Landwirtschaft schneiden dabei schlecht ab.
Obenauf schwimmen die chemisch-pharmazeutische Industrie, die Medizinaltechnik sowie die Messinstrumente- und Uhrenindustrie. "Diese Branchen profitieren von der internationalen Spitzenposition der Schweiz in der Forschung", schreiben die Experten.
Binnenorientierte Branchen wie der Detailhandel oder das Autogewerbe werden im kommenden Jahr weiter wachsen. Die Dynamik werde aber etwas nachlassen, prognostizieren die Experten. Ein überdurchschnittliches Wachstum wird unter anderem im Grosshandel und in der Nachrichtenübermittlung erwartet. Die Entwicklung der Schweizer Banken hingegen sei stark von den Finanzmärkten abhängig.
Erstaunen löste bei den Experten die Robustheit des Schweizer Arbeitsmarktes aus. Die Arbeitslosigkeit sei weniger stark angestiegen als in früheren Rezessionen. Den Grund dafür orten die CS-Ökonomen in der Kurzarbeit. Dank diesem Instrument konnte ein stärkerer Abbau von Arbeitsplätzen "zumindest kurzfristig verhindert werden", heisst es.
Zudem dürfte die Kurzarbeit dazu geführt haben, dass die Schweizer Unternehmen besser für die Krise gerüstet waren. So mussten sie weniger oft qualifizierte Arbeitskräfte mit wertvollem Know-how entlassen und später wieder auf dem angespannten Arbeitsmarkt suchen und neu einstellen.
Erstmals wird im Handbuch der Credit Suisse die Entwicklung der Kurzarbeit nach Branchen aufgeführt. Am häufigsten von Kurzarbeit betroffen war die Metallindustrie - im Spitzenmonat Mai 2009 war jeder vierte Metallarbeiter in Kurzarbeit.
Ohne diese Massnahme wäre die Arbeitslosigkeit gemäss den Berechnungen der Ökonomen deutlich höher ausgefallen. In der gebeutelten Textil- und Bekleidungsindustrie etwa hätte die Arbeitslosigkeit 2009 bis auf 17% ansteigen können. Tatsächlich erreichte die Quote einen Wert von 10%.
rt

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