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CH/CS-ZEW-Indikator Mai: Saldo Index der Konjunkturerwartungen etwas schwächer

Dieser Inhalt wurde am 20. Mai 2010 - 11:54 publiziert

Zürich (awp) - Die Erwartungshaltung von Ökonomen und Analysten zum Verlauf der Schweizer Konjunktur in den kommenden sechs Monaten hat sich im Mai etwas gedämpft. Der von der Credit Suisse (CS) und dem Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) berechnete ZEW-Indikator Konjunkturerwartungen lag im Monat Mai bei +40,5 Punkten, nach +53,4 im Vormonat, wie die Grossbank am Donnerstag mitteilte.
Zwar erwartet nach wie vor eine Mehrheit von 52,4% (-5,4 Prozentpunkte) in den kommenden sechs Monaten eine anhaltende Konjunkturerholung, 11,9% (+7,5) sehen für diesen Zeitraum aber eine Verschlechterung. Der ZEW-Index ergibt sich aus dem Saldo der Antworten "verbessern" und "verschlechtern" (52,4 minus 11,9).
Die Einschätzung der aktuellen Wirtschaftslage ist im Mai ebenfalls schlechter ausgefallen, und der entsprechende Index sank um 8,5 Punkte auf 4,8 Punkte. Immerhin bleibt das Indexniveau damit den zweiten Monat in Folge im positiven Bereich. Die grosse Mehrheit von 81% erachtet das Wirtschaftsumfeld weiterhin als "normal". Dagegen halten 11,9% (-5,9 Prozentpunkte) das gegenwärtige Umfeld für "gut", 7,1% (+2,7) halten es immer noch für "schlecht".
Obschon mit 61,9% noch immer eine Mehrheit der Umfrageteilnehmer von einer unveränderten Inflationsrate ausgeht, stieg der Anteil derer, die im kommenden Halbjahr einen Inflationsrückgang erwarten, um 5,1 Prozentpunkte auf 9,5%. Dagegen gingen im Mai noch 28,6% (-4,7) von steigenden Preisniveaus aus.
Ausserdem erwarten genau 50% (+7,8 Prozentpunkte) der befragten Finanzmarktexperten in den kommenden sechs Monaten einen stärkeren Franken gegenüber dem Euro. Insgesamt stieg der Saldo der Erwartungen für den EUR/CHF-Wechselkurs um 10,5 Punkte auf 23,8 Punkte.
Die Umfrage wurde zwischen dem 10. und 14. Mai 2010 durchgeführt, 79 Analysten beteiligten sich daran.
uh

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