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CH/E&Y: Weniger, aber grössere Schweizer Fusionen und Akquisitionen

Dieser Inhalt wurde am 29. April 2010 - 10:45 publiziert

Zürich (awp/sda) - Am Schweizer Markt für Fusions- und Akquisitionen zeichnet sich eine leichte Belebung ab. Obwohl weniger Deals zustande gekommen sind, hat das Volumen der Fusionen und Übernahmen im ersten Quartal 2010 um die Hälfte auf über 11 Mrd USD zugenommen.
Die Zahl der Transaktionen ist allerdings weiter gesunken, wie aus einer Studie des Wirtschaftsberatungsunternehmens Ernst & Young (E&Y) hervorgeht, die am Donnerstag veröffentlicht wurde. Im Vergleich zum Vorjahresquartal lag sie um gut ein Drittel tiefer bei knapp 80.
Die grösste Transaktion im ersten Quartal 2010 war der Kauf des nordamerikanischen Tiefkühlpizzageschäfts von Kraft Foods durch Nestlé in Höhe von 3,7 Mrd USD. Damit wird Nestlé Marktführerin bei Tiefkühlpizzen in Nordamerika, wo das Unternehmen bis dato nur eine untergeordnete Präsenz hatte.
Auf Platz zwei der Rangliste steht der Rückkauf der Prodeco-Kohlemine in Kolumbien durch das Zuger Rohstoffunternehmen Glencore für 2,25 Mrd USD, die es ein Jahr zuvor für 2 Mrd USD an den britisch-schweizerischen Rohstoffkonzern Xstrata verkauft hatte.
Die meisten Transaktionen gab es im ersten Quartal in den Branchen Chemie, Baugewerbe und Materialien/Rohstoffe sowie Medien, Technologie und Telekommunikation. Dort kamen 35 Deals zustande.
Obwohl sich die gesamte Wirtschaftslage weiterhin stabilisiert habe, sei man für das Gesamtjahr 2010 noch vorsichtig optimistisch, sagte Ernst & Young-Verantwortlicher Jürg Stucker vor den Medien in Zürich: Zwar seien Fremdfinanzierungen allmählich wieder besser verfügbar, aber die Bedingungen schwierig, um Bankkredite für Fusionen und Akquisitionen zu bekommen.
Erwartet würden Deals von Schweizer Industrie- und Konsumgüterunternehmen, die die Finanzkrise erfolgreich überstanden hätten und nun solide Bilanzen aufwiesen. Ausserdem dürfte sich die Konsolidierung im Schweizer Vermögensverwaltungsgeschäft fortsetzen.
gab

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