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Zürich (awp) - Der Wirtschaftsdachverband Economiesuisse lehnt eine Anbindung des Schweizer Frankens an den Euro ab. Auch eine Neuauflage eines Gentlemen's Agreements zur Eindämmung der Spekulation ist nach Ansicht von Economiesuisse-Präsident Gerold Bührer kein geeignetes Mittel, um den Anstieg des Schweizer Frankes zu stoppen. Einst wurde in den Siebzigerjahren vereinbart, dass die heimischen Banken bei offensichtlichen Spekulationen, die zu einem höheren Frankenkurs führen sollen, nicht mitmachen.
"Die Banken haben ein ähnlich gelagertes Interesse wie die Industrie", erklärte Bührer am Montag an der Jahresmedienkonferenz des Verbandes in Zürich. Es liege auch im Interesse der Banken, dass sich der Franken nicht weiter verstärkt, erklärte er. Zudem würden die hierzulande gehandelten Volumen nicht auf gezielte Spekulationen gegen den Euro hindeuten, fügte Vizepräsident Patrick Odier an. Daher bestehe "im Moment" sicherlich kein Bedürfnis nach einem Gentlemen's Agreement.
Abgesehen davon, dass eine Anbindung des Frankens an eine schwache Währung ohnehin "keine gute Idee" sei, würde sich die Frage nach einem allfälligen Wechselkursniveau, das anzupeilen sei. Bührer würde ein Wechselkursniveau von 1,40 EUR/CHF als realistisch erachten - der Preis dafür wäre aber zu hoch. "Das würde die SNB einen satten dreistelligen Milliardenbetrag kosten, was definitiv nicht drinliegt", sagte er.
Economiesuisse und andere Wirtschafts- und Branchenverbände sowie die Gewerkschaften wurden vom Bundesrat zu einer Diskussionsrunde über die Wirtschaftlage eingeladen. Das Treffen soll dazu dienen, angesichts des starken Frankens die Lage vor allem für die Exportwirtschaft zu analysieren, die wegen der Währungsproblematik zusehends in Bedrängnis gerät.
Bührer verspricht sich von dem Treffen eine "realistische Diskussion" des Themas sowie die Ermittlung der gemeinsamen Interessen der Verbänden. "Gesucht ist insbesondere eine langfristige Lösung", betonte er. Denn nicht die Tendenz an sich sei das Problem, sondern das zuletzt gesehene Tempo der Franken-Aufwertung.
Zu den Teilnehmern des runden Tisches gehören neben Economiesuisse der Arbeitgeberverband, der Bauernverband, sowie als Arbeitnehmervertreter der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) und Travailsuisse.
ra/ps

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