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Bern (awp/sda) - Die wirtschaftliche Situation der Bauern hat sich im letzten Jahr verschlechtert. Das Einkommen der Betriebe sank um 6%, der Verdienst pro Pro Person ging um 1,3% zurück. Dies ist vor allem auf tiefe Milchpreise und hohe Kosten zurückzuführen.
Das durschnittliche Einkommen von Bauernbetrieben lag 2009 bei 60'300 CHF gegenüber 64'100 CHF im Vorjahr, wie die Forschungsanstalt Agroscope Reckenholz-Tänikon (ART) am Dienstag mitteilte. Eine Familienarbeitskraft verdiente im Durchschnitt 41'200 CHF gegenüber 41'700 CHF im Vorjahr.
Zu berücksichtigen ist, dass das Vorjahr überdurchschnittlich gut war. Damals hätten sich positive Effekte summiert, sagte Judith Hausheer von Agroscope auf Anfrage. 2009 dagegen hätten sich negative Effekte summiert.
Ein schlechtes Jahr war 2009 vor allem für die Milchbauern: Der Milchpreis sank von rund 78 Rappen pro Liter auf 65 Rappen. Zwar stiegen die tierbezogenen Direktzahlungen, doch konnte dies die tieferen Milchpreise nicht wettmachen.
Die Erträge aus der Milch sanken um ganze 14%. Dies sei auf eine kleinere Nachfrage und auf die Umlagerung von den Marktstützungsmitteln zu den Direktzahlungen zurückzuführen, schreibt die Forschungsanstalt.
Insgesamt sind allerdings sowohl die Erträge als auch die Direktzahlungen leicht gestiegen: Die Erträge lagen im Durschnitt 0,5% über jenen des Vorjahres, die Direktzahlungen stiegen um 12%. Die höheren Ansätze bei einigen tierbezogenen Direktzahlungen könnten die Kürzungen bei anderen also mehr als ausgleichen, hält Agroscope fest.
Neben den sinkenden Milchpreisen waren die steigenden Kosten ausschlaggebend für die negative Gesamtbilanz. Die Fremdkosten betrugen 195'400 CHF pro Betrieb, 2,7% mehr als im Vorjahr. Vor allem für Dünger, Strom und Personal gaben die Bauern mehr aus.
Ein gutes Jahr war 2009 für den Pflanzenbau: Die Marktpreise lagen etwas höher als 2008, und die Bauern profitierten von guten Witterungsverhältnissen.
Die Auswertung von Agroscope zeigt weiter, dass das landwirtschaftliche Einkommen in Talregionen stärker abnahm als in Bergregionen. Dies deshalb, weil sich die zusätzlichen Direktzahlungen in den Bergregionen stärker auswirkten.
Bergbauern verdienen aber immer noch erheblich weniger als die Bauern im Tal. Während der durschnittliche Verdienst pro Familienarbeitskraft im Tal bei 51'700 CHF lag, verdiente der Bergbauer lediglich 27'800 CHF.
mk

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