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(Meldung durchgehend ergänzt)
Bern (awp/sda) - Nach einem dramatischen Einbruch des Aussenhandels im Krisenjahr 2009 sind erste Anzeichen einer zaghaften Erholung zu spüren. Im Januar hat sich der Abwärtstrend merklich verlangsamt.
Die Ausfuhren sanken im Vergleich zum Vorjahr noch um 1,4% auf 14,4 Mrd CHF, wie die Eidg. Zollverwaltung am Donnerstag mitteilte. Bereinigt um die Teuerung, resultierte ein Rückgang um 3,6%.
Die Einfuhren nahmen wertmässig um 4,9% auf 12,0 Mrd CHF ab. Teuerungsbereinigt (real) betrug der Rückgang 6,9%. Die Handelsbilanz wies einen markanten Überschuss von 2,4 Mrd CHF aus - ein Fünftel mehr als vor Jahresfrist.
Trotz des Rückgangs im Jahresvergleich verbesserte sich die Lage der Schweizer Exportwirtschaft insgesamt: Im Vergleich zum Dezember stiegen die Ausfuhren im Januar wertmässig um 3,7% (saisonbereinigt). Die Einfuhren nahmen im Monatsvergleich um 2,0% zu.
In Top-Form zeigte sich im Januar die Chemie- und Pharmabranche, deren Ausfuhren zum Vorjahr um 6% zulegten. Die Uhrenindustrie steigerte ihre Exporte um 2,7%. Nach Angaben des Verbands der Schweizerischen Uhrenindustrie setzte der positive Trend bereits im vergangenen November ein. Stark entwickelten sich die Verkäufe von Armbanduhren (+3,1%).
Die Nahrungs- und Genussmittelindustrie stagnierte nahezu (-0,6%). Während bei den Tabakfabrikaten fast die Hälfte des Umsatzes wegbrach, wuchsen die Ausfuhren von Schokolade (+5,2%) und Käse (+8,3%) sowie insbesondere auch Kaffee (+32%), was in erster Linie den Kaffeekapseln von Nespresso zu verdanken ist.
Am anderen Ende der Rangliste ist die Bekleidungsindustrie zu finden, die einen Rückgang um satte 25,4% hinnehmen musste. Zu den Verlierern gehörten auch die Papier- und grafische Industrie (-15,2%) sowie die wichtige Maschinen- und Elektroindustrie (-11,3%).
Der Verkauf von Maschinen zur Metallbearbeitung brach um 38% ein. Gleichwohl hat auch die Maschinenindustrie Positives zu vermelden: Die Ausfuhren von Textilmaschinen beispielsweise nahmen im Januar wieder um 14,6% zu.
Rückläufig waren die Ausfuhren in die EU (-4,4%) und nach Nordamerika (-10,1%). Nach Deutschland, dem wichtigsten Absatzmarkt der Schweiz, wurde 8% weniger geliefert. Hingegen legten die Exporte nach Asien um einen Zehntel zu. Nach Afrika wurde 15% mehr verkauft.
Massiv stiegen die Lieferungen nach Indien (+41,0%), Russland (+47,3%) und Taiwan (+64,8%). Besonders ins Auge stechen die Ausfuhren nach Irland und Singapur, die um rund das Doppelte wuchsen. Irland kaufte vor allem Chemikalien, Singapur hatte einen grossen Bedarf an Pharma-Produkten und Maschinen.
Bei den Importen fällt der überdurchschnittliche Rückgang von 7,0% bei den Konsumgütern auf. Gemäss der Zollverwaltung ist das vor allem auf den Wegfall der bislang umfangreichen Einfuhren von Goldornamenten zum Einschmelzen aus Vietnam zurückzuführen.
Bei den Kleidern und Schuhen ergab sich ein Minus von 13,2%. Demgegenüber stiegen die Käufe von Unterhaltungselektronik (+14,4%). Die Auto-Importe nahmen sogar um über einen Fünftel zu.
Weniger ausgeprägt als bei den Konsumgütern war der Rückgang beim Import von Investitionsgütern (-4,6%) sowie Rohstoffen und Halbfabrikaten (-4,3%).
Nach Ländern aufgeschlüsselt, zeigt sich ein Rückgang der Einfuhren aus den grossen Volkswirtschaften Deutschland (-6,3%), USA (-6,2%) und China (-8,5%). Derweil verdoppelten sich die Importe aus dem nordafrikanischen Staat Libyen, mit dem die Schweiz diplomatisch im Streit liegt. Im letzten Jahr war der Handel mit Libyen markant geschrumpft.
ch

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