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Bern (awp/sda) - "Mehr zahlen, für weniger Leistung" - mit diesem Slogan wollen die Gewerkschaften die Revision der Arbeitslosenversicherung (ALV) versenken, über die am 26. September abgestimmt wird. Statt Leistungsabbau fordern sie eine Beitragspflicht für Top-Verdiener.
Die 620 Mio CHF, welche die Arbeitslosenversicherung durch den Abbau der Versicherungsleistungen spare, könnten problemlos auf andere Weise hereingeholt werden, sagte der Präsident des Schweiz. Gewerkschaftsbundes (SGB), Rudolf Rechsteiner, am Dienstag vor den Medien in Bern.
Die Schweiz solle wie bei der AHV auch bei der ALV endlich auf den vollen Löhnen Beiträge erheben. Es gehe nicht an, dass ab 126'000 CHF eine reduzierte Abgabe und ab 315'000 CHF überhaupt keine Beiträge mehr bezahlt werden müssen, sagte Rechsteiner zum Auftakt der Abstimmungskampagne der Gewerkschaften, die gegen die Vorlage das Referendum ergriffen hatten.
Im Vergleich zu Menschen mit einem Einkommen von unter 126'000 CHF würden die Top-Verdiener von der Erhöhung der Lohnabzüge relativ gesehen viel weniger belastet. Es sei unverständlich, dass ausgerechnet die Abzocker damit zu wenig an die Finanzierung der Arbeitslosenversicherung beitragen würden.
Dazu komme, dass von der ALV-Revision insbesondere die Opfer der Wirtschaftskrise hart getroffen würden. Das sei ungerecht. Laut Rechsteiner würden rund 10'000 Arbeitslose - darunter viele Ältere - aufgrund der Revision direkt ausgesteuert und in die Sozialhilfe getrieben.
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