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Bern (awp/sda) - Wann und wie der Gotthard-Strassentunnel saniert wird, steht noch nicht fest. Der Bundesrat muss seinen Bericht dazu Ende 2010 abliefern. Die Alpen-Initiative zeigt trotzdem bereits auf, wie der Verlad auf die Schiene aussehen könnte - für 20 CHF pro Auto und 150 pro Lastwagen.
Ziel der Alpen-Initiative ist es, eine zweite Autoröhre am Gotthard zu verhindern. Die Forderung nach einer zweiten Röhre war im Zusammenhang mit der Sanierung des Strassentunnels mehrfach laut geworden - unter anderem aus dem Tessin.
Am Donnerstag stellte die Alpen-Initiative vor den Medien in Bern ihr Konzept für einen Autoverlad auf die Schiene vor. Neu ist die Idee nicht, neu sind aber die detaillierten Berechnungen für die rollende Landstrasse, die sich am Lötschberg orientiert. Das Konzept sei "als Input für die Diskussion" und an die Bundesbehörden gedacht, sagte der Präsident der Initiative, Fabio Pedrina.
So sollen Autos im bestehenden Bahntunnel zwischen Airolo und Göschenen im 12-Minuten-Takt verkehren, und der Transport für ein Auto soll wie am Lötschberg 20 CHF kosten. Für den Schienentransport von Lastwagen ist der neuen NEAT-Basistunnel zwischen Erstfeld und Biasca vorgesehen - im 20-Minuten-Takt und für 150 CHF (wie am Brenner-Pass) pro Lkw.
Für den Autoverkehr rechnen die Autoren des Berichts mit 400 Fahrzeugen pro Stunde und Richtung - ein Wert, der nur erreicht werden kann, wenn rund zehn Prozent des Verkehrs über eine andere Route umgeleitet werden kann. Für die Lastwagen soll das Angebot auf 75 Stück pro Stunde und Richtung ausgerichtet werden.
Für die notwendigen Bauten hat die Initiative folgende Investitionskosten berechnet: 10 Mio CHF für die Terminals in Göschenen, 30 Mio für Airolo und je 100 Mio für Erstfeld und Biasca. Die jährlichen Kosten werden mit 165 Mio beziffert.
Neben dem Verhindern einer zweiten Autoröhre verfolgt die Alpen-Initiative ein zweites Ziel: Das Tessin soll nicht von der Schweiz abgekoppelt werden. Sie verweist auf Studien, denen zufolge der Tourismus in der Vergangenheit nicht unter mehrwöchigen Unterbrüchen der Gotthardachse gelitten habe.
Was die Sanierung des Gotthard-Strassentunnels betrifft, ist noch fast alles offen. Fest steht einzig: Bis Ende 2010 muss der Bundesrat dem Parlament ein Sanierungs- und Verkehrskonzept vorlegen. Dies fordert ein Postulat der ständerätlichen Verkehrskommission vom Januar 2009.
Das Bundesamt für Strassen (ASTRA) hat die Projektorganisation aufgenommen. Schwieriger als die baulichen Fragen zu klären sei es aber, "die Folgen einer Tunnelsperrung abzuschätzen", sagte ASTRA-Sprecher Thomas Rohrbach auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA.
Die Sanierung dürfte etwa in zehn Jahren beginnen - auf jeden Fall nach der Inbetriebnahme des NEAT-Basistunnels 2017. Ob sie nur einen oder zwei Sommer dauern wird oder gar fünf bis sechs Jahre, steht laut Rohrbach noch in den Sternen. Groben Schätzungen zufolge dürfte die Sanierung rund eine halbe Milliarde Franken kosten.
Der 17 Kilometer lange Gotthard-Strassentunnel ist seit 1980 in Betrieb. Er wurde zwar laufend unterhalten; insbesondere wegen Beleuchtung und Belichtung muss die Röhre aber so bald wie möglich totalsaniert werden.
ch

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