Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

Zürich (awp/sda) - Die Wahlen im Kanton Zürich haben am Sonntag einen überraschenden Ausgang genommen: Die CVP verlor ihren Sitz im Regierungsrat an die Grünen. Bei den Parlamentswahlen setzten die Grünliberalen ihren Siegeszug fort und die BDP erreichte auf Anhieb Fraktionsstärke.
Mit der Wahl des 56-jährigen Martin Graf kehren die Grünen nach vier Jahren wieder in die Regierung zurück. Sie hatten ihren Sitz 2007 nach der Wahl von Verena Diener in den Ständerat an die SVP verloren. Diener war damals bereits bei den Grünliberalen.
Opfer des Wahlerfolgs der Grünen wurde CVP-Regierungsrat Hans Hollenstein. Der 62-jährige Sicherheitsdirektor übertraf zwar das absolute Mehr ebenfalls, landete aber nur auf dem achten Platz und schied als überzählig aus. Es ist dies das erste Mal seit 48 Jahren, dass ein amtierender Regierungsrat abgewählt wurde.
Die SP konnte ihre zwei Sitze in der Exekutive verteidigen. Anstelle des nicht mehr kandidierenden Markus Notter wurde Nationalrat Mario Fehr mit einem Glanzresultat gewählt. Lange um die Widerwahl zittern musste seine Parteikollegin Regine Aeppli. Die Bildungsdirektorin belegte schliesslich den sechsten Platz, knapp vor dem Stadtpräsidenten von Illnau-Effretikon, Martin Graf.
Problemlos die Wiederwahl schafften die vier Bisherigen von SVP und FDP. Gesundheitsdirektor Thomas Heiniger (FDP) erreichte hinter Fehr den zweiten Platz. Das drittbeste Resultat erzielte Ernst Stocker (SVP), der 2009 Rita Fuhrer als Volkswirtschaftsdirektor abgelöst hat. Die Plätze vier und fünf belegten Finanzdirektorin Ursula Gut (FDP) und Baudirektor Markus Kägi (SVP).
Bei der Wahl des 180-köpfigen Kantonsrats gingen die Grünliberalen und die BDP als klare Sieger hervor. Die Grünliberalen setzten mit 9 Sitzgewinnen ihren vor vier Jahren begonnenen Siegeszug fort. Die grosse Überraschung gelang aber der erstmals antretenden BDP: Entgegen allen Erwartungen eroberte sie auf Anhieb sechs Sitze.
Auf der linken Seite gewann die Alternative Liste (AL) einen Sitz. Die Fraktionspartnerin der Grünen ist neu mit drei Mandaten im Kantonsparlament vertreten. Diese wurden alle in der Stadt Zürich errungen.
Auf der Verliererseite stehen die traditionellen Mitteparteien. Die FDP erlitt mit sechs Sitzverlusten eine eigentliche Schlappe. Die CVP büsste vier, die EVP drei Sitze ein. Zu den Verliererinnen gehört auch die die SVP: Sie verlor zwei Sitze, bleibt aber mit 54 Sitzen klar stärkste Fraktion.
Die SP musste einen Sitz abgeben, ist aber mit 35 Sitzen weiterhin klar die zweitstärkste Kraft im Parlament. Die Grünen konnten ihre 19 Sitze verteidigen, ebenso die EDU ihre fünf Mandate.
Insgesamt haben sich die Kräfteverhältnisse nur wenig verändert. Das links-grüne Lager ist gleich gross geblieben. Verschoben haben sich die Kräfteverhältnisse in der Mitte. Durch die Gewinne der Grünliberalen ist der Kantonsrat aber etwas grüner geworden.
Neu setzt sich der Zürcher Kantonsrat in den nächsten vier Jahren wie folgt zusammen: SVP 54 (-2), SP 35 (-1), FDP 23 (-6), Grüne 19 (-), GLP 19 (+9), CVP 9 (-4), EVP 7 (-3), BDP 6 (+6), EDU 5 (-), AL 3 (+1).
uh

Neuer Inhalt

Horizontal Line


subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.










???source_awp???