Navigation

CH/HSG-Studie: Konsumlust schwindet 2010

Dieser Inhalt wurde am 07. Dezember 2009 - 11:50 publiziert

St. Gallen (awp/sda) - In der Schweiz schwindet die Konsumlust. Laut einer Umfrage der Universität St. Gallen planen 38% der Haushalte im Jahr 2010 ihre Ausgaben zu reduzieren.
Nur 16% der 2000 befragten Konsumentinnen und Konsumenten wollten ihre Ausgaben erhöhen, heisst es in einem Communiqué vom Montag.
Gemäss der Studie gibt es dafür zwei Hauptgründe: Viele Konsumenten rechnen mit einem sinkenden verfügbaren Einkommen aufgrund erhöhter Beiträge bei Kranken- und Pensionskassen sowie steigender Miet-, Benzin- und Stromkosten. Zweitens verringere eine zunehmende Unsicherheit die Konsumbereitschaft, gesteigert durch negative Nachrichten über die Folgen der Weltwirtschaftskrise.
Mehr als die Hälfte der Befragten zeigte aber sich überzeugt, dass die Wirtschaft 2010 wieder an Fahrt gewinnt. Entsprechend erwarten 39%, dass sich ihre persönliche Einkommenssituation verbessern wird. Nur 18,2% rechnen mit einer Verschlechterung.
Für das angelaufene Weihnachtsgeschäft machen die Studienautoren vorsichtigen Optimismus aus: Mehr als 95% hätten eine konkrete Vorstellung davon, was sie sich zu Weihnachten wünschen.
Unterschiede zwischen Konsumenten mit optimistischen und pessimistischen Erwartungen zur finanziellen Situation ihres Haushalts gebe es keine. Beides deute darauf hin, dass der Schweizer Detailhandel einem ungetrübten Weihnachtsgeschäft entgegen sehen darf.
Gefragt sind laut der Studie im Weihnachtsgeschäft 2009 vor allem Kleidung und Schuhe (25,5%), Bücher (24,6%), Eintrittstickets (24,5%) sowie Reisen (23,8%). Alle vier Wunschkategorien stehen bei Männern und Frauen gleichermassen ganz oben auf der Wunschliste.
Während Männer sich darüber hinaus über Unterhaltungselektronik (25%) und Sportartikel (20,2%) freuen, wünschen sich Frauen zusätzlich Schmuck (19,7%), Parfum und Kosmetikartikel (17,2%). Unterhaltungselektronik ist insbesondere bei Jungen stark gefragt.
Ihre Geschenke wollen 69,7% bevorzugt in den Schweizer Innenstädten besorgen. "Dazu trägt nicht zuletzt die Atmosphäre bei, welche vom Samichlaus und den Weihnachtsmärkten in die Stadtzentren getragen wird", heisst es.
Gemäss der Studie beabsichtigen 17,6%, ihre Geschenke auf dem Weihnachtsmarkt zu kaufen. Diese befinden sich somit nahezu gleichauf mit dem Internet (19%) als bevorzugte Einkaufstätte.
cc

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Webseite importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@swissinfo.ch

Diesen Artikel teilen

Passwort ändern

Soll das Profil wirklich gelöscht werden?