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Bern (awp/sda) - Das Eidg. Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) muss für die Behebung seiner Informatikprobleme tief in die Kasse greifen. Allein Ex-Swisscom-Chef Jens Alder erhält als Leiter des Steuerungsausschusses 200'000 CHF plus Spesen.
Gegenüber der SDA bestätigte das VBS am Dienstag Informationen der Zeitungen "Tages-Anzeiger" und "Sonntag". Alders Mandat ist auf das Jahr 2010 befristet. Wie viel Zeit er dafür pro Monat aufwendet, gab das VBS nicht bekannt. Es handle sich um ein "Teilzeitpensum mit schwankendem zeitlichem Engagement", heisst es in einer Stellungnahme.
Teurer kommt dem VBS die Arbeit von William Angst zu stehen: Für den Zeitraum von November 2009 bis Ende 2010 bezahlt das Departement der Firma des Leiters Taskforce Informatik 500'000 CHF plus Mehrwertsteuer und Spesen.
Die Aufgabe der beiden ehemaligen Swisscom-Manager ist es, die "Führbarkeit und die Leistungsfähigkeit" der Informatik im VBS in den nächsten drei bis fünf Jahren wiederherzustellen und zu verbessern, wie das Departement anlässlich ihrer Ernennung bekannt gegeben hatte.
Dafür wurde auch die in Zürich domizilierte Boston Consulting Group (BCG) beigezogen. Für den freihändig vergebenen, gut zwei Monate dauernden Auftrag muss das VBS pauschal 1,285 Mio CHF hinblättern - nach Einschätzung des Departements ein marktüblicher Preis. Noch läuft gegen die Vergabe eine Beschwerdefrist.
Aufgabe der BCG ist nach Angaben des VBS, ein Finanzführungssystem für die Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) zu erarbeiten. Mit diesem sollen die Investitions- und -Betriebskosten in dem Bereich besser bewirtschaftet und die Betriebskosten gesenkt werden.
Dies sei der "Schlüssel zur Lösung der gravierenden IKT-Probleme", schreibt das VBS in seiner Stellungnahme. Das Ausmass des Informatik-Chaos war letztes Jahr bekannt geworden. Insgesamt hatte die Armee in den letzten Jahren 500 verschiedene Computer-Programme eingekauft, die kaum kompatibel waren.
Das grösste und kostspieligste Problem stellen aber die unter dem Oberbegriff C4ISTAR geführten Informatikprojekte für die vernetzte Operationsführung dar. Teil davon ist die Führungssoftware für das Heer FISHEER, das rund 700 Mio CHF kostet. Obwohl es mit den Rüstungsprogrammen 06 und 07 beschafft wurde, wird es erst ab 2015 voll genutzt werden können.
Diese Probleme kann das VBS nicht aus eigener Kraft lösen. Wegen dem von Bundesrat und Parlament verordneten Personalabbau sei in gewissen Bereichen das nötige Know-how nicht mehr verfügbar, heisst es in der Stellungnahme. Darum müssten vermehrt Aufträge an externe Fachleute vergeben werden.
Schon Anfang Juli war bekannt geworden, dass Armeechef André Blattmann für 740'000 CHF einen externen Informatikberater engagiert hatte. Der Auftrag war freihändig vergeben worden, obwohl er hätte öffentlich ausgeschrieben werden müssen.
mk

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