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CH/Keine Verschärfungen an SIX Swiss Exchange - gedeckte Leerverkäufe erlaubt

Dieser Inhalt wurde am 19. Mai 2010 - 12:21 publiziert

Zürich (awp/sda) - Während in Deutschland und den USA die Regeln für den Börsenhandel verschärft wurden, hält die Schweizer Börse an ihrem Reglement fest. Es bleibe alles beim alten, sagte Sprecher Werner Vogt am Mittwoch auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA.
In der Schweiz sind ungedeckte Leerverkäufe seit geraumer Zeit verboten. Gedeckte Leerverkäufe sind indes erlaubt. Kurz nach der Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers Mitte September 2008, als die Börsen rund um den Globus abstürzten, sah sich die Eidg. Bankenkommission (EBK) allerdings veranlasst, das Verbot den Marktteilnehmern in Erinnerung zu rufen.
Leerverkäufe ohne Deckung seien unzulässig, "namentlich wenn damit Marktverzerrungen beabsichtigt sind oder sie zu Marktmanipulationen eingesetzt werden." Solche Leerverkäufe für den Eigenhandel und für Kunden seien verboten, schrieb die EBK in einer Mitteilung vom 19. September 2008.
Ins gleiche Horn stiess die Schweizer Börse, die mit Strafen drohte: Die Schweizer Börse werde in solchen Fällen eine Untersuchung einleiten und die notwendigen Massnahmen bis hin zur sofortigen Suspendierung oder Beendigung der Teilnehmerschaft an der Börse einleiten.
Ebenfalls verboten sei die Verbreitung von irreführenden Gerüchten und das Streuen von wahrheitswidrigen Informationen. Dies sei ein Marktmissbrauch und werde "in keiner Form toleriert", betonte die EBK, die mittlerweile in der Finanzmarktaufsicht (Finma) aufging.
Zudem kennt die Schweizer Börse bereits seit langem Handelsunterbrüche bei Kurssprüngen. So wird etwa bei Aktien von Schweizer Grosskonzernen der Handel für fünf Minuten unterbrochen, wenn der folgende Preis um 1,5 Prozent gegenüber dem aktuellen Referenzpreis abweichen würde. Bei Aktien kleinerer Unternehmen oder bei Anleihen führen andere Kurssprünge zu Handelsunterbrüchen.

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