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Zürich (awp) - Die Erwartungen der Schweizer Volkswirte habe sich auf kurze Sicht weiter erhöht. Die 22 teilnehmenden Ökonomen des vierteljährlich ermittelten KOF Consensus Forecast (BEC) erwarten für 2010 neu ein Wachstum des realen Bruttoinlandproduktes um 2,3%, nach einem zuvor erwarteten Anstieg um 1,7%. Für das Jahr 2011 gehen sie von einem weiteren Zuwachs um 1,7% aus, nach zuvor 1,8%, wie die KOF am Donnerstag mitteilte.
Die Experten äusserten sich für das laufende Jahr optimistischer als noch in der letzten Umfrage. Sehr deutlich haben sie ihre Erwartungen für das Exportwachstum nach oben korrigiert. Gingen die Wirtschaftsexperten im Juni noch von einem Wachstum der Exporte von 4,6% aus, prognostizieren sie aktuell ein Wachstum von 7,8%. Kaum verändert haben sich die Erwartungen für die Bau- und Ausrüstungsinvestitionen, wo derzeit von einer Wachstumsrate von 2,0% (Juni: 1,9%) ausgegangen wird.
Die Prognose zur Arbeitsmarktentwicklung ist das zweite Mal in Folge positiver geworden: Die erwartete Arbeitslosenquote liegt nun bei 3,9% (4,1%). Den Inflationsdruck schätzen die Wirtschaftsauguren mit 0,8% wiederum moderat ein.
Für das Jahr 2011 haben die Experten ihre Erwartungen hingegen leicht zurück genommen. So gehen sie neu von einem Wachstum von 1,7%, 0,1 Prozentpunkte weniger als noch in der letzten Umfrage. Diese Prognose liegt jetzt unter den Erwartungen für 2010 - eine Entwicklung, die sich im Juni noch nicht abzeichnete. Die Aussichten für das Wachstum der Bau- und Ausrüstungsinvestitionen wurden leicht nach unten revidiert, auf 1,9% von 2,1%. Die Erwartungen hinsichtlich der Exportentwicklung wurden um 0,6 Prozentpunkte auf 4,0% gesenkt.
Die Arbeitslosenquote dürfte gemäss den Experten im nächsten Jahr weiter fallen. Sie rechnen mittlerweile mit einer Quote von 3,6% anstelle von noch 3,9% in der Juni-Umfrage.
An der Börse erwarten die befragten Experten keinen Aufwärtstrend. Sie sehen den SPI in drei Monaten bei rund 5'700 Punkten. Der SPI-Index dürfte ihrer Ansicht nach in den kommenden zwölf Monaten die 6'000er-Marke nur leicht überschreiten. Damit haben sie sowohl die kurzfristigen Erwartungen als auch die langfristigen etwas nach unten angepasst. Gestern Mittwoch schloss der SMI auf 6'387 Punkten.
Ein Ende der Aufwertung des Franken sehen die Experten vorderhand noch nicht. Sie gehen von einem CHF/EUR-Kurs von 1,32 in drei Monaten aus (Richtwert in der Umfrage: 1,35). Den CHF/USD-Wechselkurs sehen sie bei 1,03 in drei Monaten.
Ihre Zinsprognosen haben die Experten unverändert gelassen: bei 0,3% in drei Monaten und 0,7% in zwölf Monaten. Die Einschätzung hinsichtlich der langfristigen Zinsentwicklung haben sie hingegen nach unten korrigiert. Sie erwarten in drei Monaten einen Zinssatz für 10-jährige Bundesobligationen von 1,5% und in zwölf Monaten einen von 2,0%. In der letzten Umfrage von Juni 2010 sind sie von einem Zinssatz von 1,8% für September ausgegangen.
rt/ra

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