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CH/Krankenkassen: Mehr und aggressive Anfragen auf der Ombudsstelle

Dieser Inhalt wurde am 19. Mai 2010 - 12:06 publiziert

Luzern (awp/sda) - Auch die Ombudsstelle für die Krankenversicherung bekommt die Wirtschaftskrise zu spüren. Weil Krankenkassen und auch Versicherte vermehrt aufs Geld schauen, stieg die Zahl der Fälle im vergangenen Jahr markant. Auch waren die Anfragen im Ton aggressiver.
Einerseits würden die Krankenkassen Forderungen rigoros kontrollieren, wie dem Tätigkeitsbericht 2009 des Ombudsman Krankenversicherung zu entnehmen ist. Versicherte ihrerseits würden mit allen Mitteln versuchen, noch so kleine Beträge zu begründen. Immer mehr Anfragen hätten einen geringen Streitwert.
Insgesamt behandelte die unabhängige Ombudsstelle im vergangenen Jahr 5'523 Anfragen. Das sind 15% mehr als im Vorjahr und so viel wie seit sechs Jahren nicht mehr. Auch haben die vielen Krankenkassenwechsel zur hohen Zahl der Anfragen geführt, wie es im Bericht weiter heisst.
Mehr Wechsel heisse naturgemäss auch mehr misslungene Wechsel. Nicht unschuldig seien dabei aber auch die Versicherungsvermittler. Von diesen gebe es offenbar noch immer viele mit "ungenügender Ausbildung und zweifelhaftem Auftreten".
Die Aufgabe der Ombudsstelle Krankenversicherung mit Sitz in Luzern ist es, in Streitigkeiten zwischen Versicherten und Krankenkassen zu vermitteln, damit weniger Prozesse geführt werden müssen. Die Stelle wird von einer Stiftung getragen.
cf

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