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Bern (awp/sda) - Männer und Frauen sind in der Schweiz auch heute noch nicht gleich gestellt. Weshalb dies so ist, untersucht nun ein Nationales Forschungsprogramm. In nicht weniger als 21 Projekten prüfen Forschende, wie gut verschiedene Gleichstellungsmassnahmen wirken.
Junge Frauen hätten heute zwar weitaus bessere Chancen und seien im Berufsleben besser unterstützt als vor zwanzig Jahren, schreibt der Schweizerische Nationalfonds (SNF) in einem Communiqué vom Montag. Doch gleiche Chancen hätten Frauen und Männer noch immer nicht - weder in der Ausbildung noch im Berufs- und Familienleben.
Frauen arbeiten sehr viel häufiger als Männer Teilzeit oder sind gar nur geringfügig beschäftigt. Damit sind sie im Fall einer Scheidung oder im Alter finanziell viel schlechter abgesichert. Zudem verdienen berufstätige Frauen trotz gleicher Qualifikation häufig deutlich weniger für dieselbe Arbeit als Männer.
Hartnäckiger Graben
Weshalb diese Kluft in der Schweiz auch nach über einer Generation Gleichstellungspolitik noch besteht, ist nicht klar. "Recht und Gesetz bestimmen nicht notwendigerweise auch eine soziale Ordnung", sagt Brigitte Liebig, die Präsidentin der Leitungsgruppe des Nationalen Forschungsprogramms "Gleichstellung der Geschlechter" (NFP 60).
Das NFP 60 soll nun untersuchen, wie viel einzelne bisherige gleichstellungspolitische Strategien, Programme und Massnahmen gebracht haben. Die insgesamt 21 Forschungsprojekte dauern bis Ende 2013. Insgesamt verfügt das Programm über ein Budget von acht Millionen Franken.
Kantonsunterschiede
Ein Projekt erforscht etwa, ob Frauen in einigen Kantonen in der Arbeitswelt stärker benachteiligt sind als in anderen - und falls ja, worauf dies zurückzuführen ist. Andere Forschende wollen wissen, wie Gleichstellung an der Schule gelehrt wird. Wieder ein anderes Projekt untersucht, wie sich das Kinderkrippenangebot auf die Gleichstellung auswirkt.
Das im Forschungsprogramm erarbeitete Wissen soll die Grundlage bilden für eine zukunftsorientierte Gleichstellungspolitik. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erhoffen sich Strategien und Massnahmen, um zum Beispiel das Potenzial der Frauen im Erwerbsleben besser zu nutzen oder um Berufs- und Bildungsentscheidungen zu beeinflussen.

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