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Bern (awp/sda) - Die SBB hat Milliarden-Schulden, investiert aber auch Milliarden in neues Rollmaterial und neu soll es einen Bahninfrastrukturfonds geben. Die Diskussion darüber, wer dies alles berappen soll, ist lanciert.
Ist es der Bahnkunde? Zur Debatte stehen differenzierte Preise je nach Geschwindigkeit und Qualität des Zuges. "Ein Preisunterschied von beispielsweise 20% ist je nach Geschwindigkeit durchaus möglich", sagt SBB-Verwaltungsratspräsident Ulrich Gygi im "SonntagsBlick".
Mittels Chips könnten je nach Komfort und Reisezeit unterschiedliche Beträge von einem persönlichen Guthaben abgebucht werden, erklärt er im Interview. Erklärtes Ziel ist es, die Passagiere gleichmässiger über die Betriebszeiten zu verteilen.
SBB-Chef Andreas Meyer spricht schon lange von jährlichen Preiserhöhungen von rund 3%. Und mit dem neu zu schaffenden Bahninfrastrukturfonds sollen laut Bundesrat die Zugfahrenden im Durchschnitt 10% mehr bezahlen - jedoch nicht nach dem Giesskannenprinzip.
Frage ist, ob und wie der Bund mitbezahlen soll. Dies fordert Meyer im Interview mit der "SonntagsZeitung". Der Bund sei neben den Kantonen und den Bahnkunden ein Nutzniesser des Bahnsystems, denn es halte die Volkswirtschaft am Laufen. Deshalb werde sich der Bund "etwas stärker engagieren müssen als heute", sagt Meyer.
Der neue Chef des Verbands öffentlicher Verkehr (VöV), Ueli Stückelberger, präsentiert im "Sonntag" schon eine mögliche Beteiligung des Bundes an den Kosten: Er solle auf die Verzinsung verzichten, die er für Darlehen in den Finöv-Fonds erhalte.
"Das würde schon mal 150 bis 200 Mio CHF pro Jahr einbringen. Eine andere Möglichkeit wäre ein befristetes Mehrwertsteuerpromille", schlägt Stückelberger vor. Für ihn ist ein Aufschlag von 10% auf Zugbillette für Infrastrukturausbauten "zu viel".
Und wie kann die Wirtschaft mithelfen? Nicht direkt, aber indirekt, schlägt Ulrich Gygi vor. "Die Spitze könnte man auch brechen, wenn die Leute flexiblere Arbeitszeiten hätten und nicht alle am Morgen die gleichen Züge benützen müssten." Auch Heimarbeit könnte helfen, die Nachfrage besser zu verteilen.
Doch eine entsprechende Initiative sei noch nicht lanciert. Aber die SBB halte ihre Mitarbeiter an, Sitzungen nicht um 8.30 oder 9 Uhr abzuhalten, sondern erst um 11 Uhr. "Wir müssen zuerst bei uns anfangen, wenn wir etwas ändern wollen."
uh

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