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Interlaken BE/St. Gallen (awp/sda) - Die Ostschweizer Kantone finden kantonale und regionale Krankenkassen prüfenswert: Darauf haben sich die Ostschweizer Gesundheitsdirektoren am Donnerstag in Interlaken verständigt. Der Kanton Glarus bereitet Fragen als Grundlage für eine Studie vor.
Die Fragen für die Studie wird Glarus den Gesundheitschefs der Ostschweizer Kantone (GDK-Ost) im Mai vorlegen, danach soll das weitere Vorgehen bestimmt werden, wie Regierungsrätin Heidi Hanselmann (SP), Vorsteherin des St. Galler Gesundheitsdepartements, Medienberichte vom Freitag bestätigte.
Neben der Möglichkeit kantonal organisierter Kassen - wie von Glarus aufs Tapet gebracht - will die GDK-Ost auch die Möglichkeit regionaler und interkantonaler Kassen prüfen. Die GDK-Ost will exakt herausfinden, welche Grösse für eine Kasse zielführend ist.
Eine regionale Kasse in der Grundversicherung wäre laut Hanselmann vor allem sinnvoll, weil die vielen Kassenwechsel dem heutigen System viel Geld entzögen, das später fehle. Sie spricht von einem Systemfehler, der Billigkassen ermögliche, mit unrealistisch tiefen Prämien sogenannte "gute Risiken", junge Menschen also, anzulocken.
"Ein Wettbewerb bei der Grundversicherung ist ungesund", sagte Heidi Hanselmann am Freitag gegenüber der Nachrichtenagentur SDA.
Die Prämienunterschiede zwischen den günstigsten und den teuersten Krankenkassen seien gross, sagt die St. Galler Gesundheitschefin. In ihrem Kanton beträgt die Differenz zwischen der billigsten und der teuersten privaten Krankenkasse in der Grundversicherung bei 300 Franken Jahresfranchise rund 100 Franken - im Monat notabene.
Hanselmann hatte die Sitzung der GDK-Ost in Interlaken angeregt, bei der über regionale und kantonale Kassen gesprochen wurde.
Diskussionen über eine Einheitskrankenkasse werden nicht nur in der Ostschweiz geführt. In der Romandie wurde schon früher und wird jetzt wieder darüber nachgedacht, ebenso im Tessin und in Bern.
2007 hatte das Schweizer Stimmvolk mit 71,2 Prozent Nein-Stimmen eine von SP und Grünen lancierte Initiative für eine Einheitskrankenkasse abgelehnt.
rt

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