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Winterthur (awp/sda) - Nach sechs Jahren harziger Planung gibt es einen Investor für das Grossprojekt Archhöfe beim Winterthurer Hauptbahnhof: Die Pensionskasse des Kantons Zürich (BVK) investiert einen dreistelligen Miobetrag, wie sie am Freitag bekannt gab.
Am Freitagvormittag unterzeichneten BVK und Stadt Winterthur den Kaufvertrag für die rund 6200 Quadratmeter Land an bester Lage. Über den Grundstückspreis und das gesamte Investitionsvolumen vereinbarten die Beteiligten Stillschweigen.
Der Landverkauf dürfte der Stadt Winterthur über 18 Mio CHF in die Kasse spülen, weil der Preis pro Quadratmeter mindestens 3000 CHF betragen muss. So hatte es das Winterthurer Stimmvolk im September 2004 an der Urne beschlossen.
Über den Gesamtbetrag, den die BVK in das Projekt investiert, sagte BVK-Chef Thomas Schönbächler vor den Medien nur, er liege deutlich unter 200 Mio CHF. Der definitive Preis steht aber erst in zwei Jahren fest und ist abhängig von den Mieten, welche die BVK dann einnimmt.
Das Arch-Parkhaus, das auf dem Areal vor 40 Jahren als Provisorium für höchstens zehn Jahre erstellt wurde, wird bereits in zwei Wochen abgerissen. Dort und auf dem Nachbarareal, wo einst das Volkshaus stand, sollen die Arbeiten an den Archhöfen noch in diesem Sommer beginnen. Geplant ist eine Überbauung mit Shoppingcenter, Büros und 70 Wohnungen. Im März 2013 sollen die ersten Mieter einziehen.
"Schäbige Hinterhofsituation"
Mit der BVK als renommierter Investorin könne der schäbigen Hinterhofsituation endlich ein Ende bereitet werden, sagte Stadtpräsident Ernst Wohlwend. Seit dem Abriss des Volkshauses im Dezember 2004 liegt auf dieser Parzelle Schutt und Kies. Gleich daneben steht das baufällige Parkhaus Arch mit seiner Wellblechfassade.
Als die Winterthurer Stimmberechtigten im Jahr 2004 Ja zum Verkauf des Landes gesagt hatten, versprach ihnen der Stadtrat eine attraktive Überbauung mit Läden, Büros und Wohnungen. Realisieren sollte sie die Baufirma Halter, die bald ein Warenhaus und eine Seniorenresidenz als Hauptmieter ankündigte. Beide stiegen jedoch 2006 aus, nachdem der VCS wegen der Parkplatzzahl rekurriert hatte.
Den Vorschlag des Stadtrats, die Stadtverwaltung in der Überbauung zu konzentrieren, lehnte der Gemeinderat ab. 2008 tauchte eine Hotelgruppe als neue Hoffnung auf, hat aber bis heute keinen Vertrag unterzeichnet.
Dass die BVK nun bereit ist, viel Geld zu investieren, kommt für die Firma gerade noch rechtzeitig: Ab 2011 hätte die Stadt Winterthur der Baufirma das ungenutzte Areal nicht mehr länger zur Verfügung gestellt.
BVK-Chef Thomas Schönbächler betonte auf Anfrage der SDA, das Investment werde allein von der Immobiliensparte getätigt, die absolut nichts mit der Anlagesparte zu tun hat. Die beiden Sparten funktionierten unabhängig voneinander.
Die BVK geriet in den letzten Wochen wiederholt in die Schlagzeilen, weil der mittlerweile fristlos entlassene Chef der Anlagesparte seit Ende Mai wegen Korruptionsverdachtes in Untersuchungshaft sitzt. Er soll während 13 Jahren Bestechungsgelder in insgesamt sechsstelliger Höhe sowie Reise- und Essenseinladungen entgegengenommen haben.
Der ehemalige Anlagechef war für 81,5% des gesamten Anlagevolumens mitverantwortlich. Die Immobiliensparte hat laut Schönbächler ein Anlagevolumen von 3,7 Mrd CHF, was 18,5% des gesamten Vermögens der BVK entspricht.
Weitere Immobilienprojekte der BVK sind unter anderem die Sidi-Überbauung in Winterthur und die "CS-Towers" in Zürich Oerlikon, die bis zum kürzlichen Auszug des Telefonanbieters "Sunrise-Towers" hiessen.
uh

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