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Bern (awp/sda) - Die Qualität der postalischen Grundversorgung hat sich letztes Jahr in der Schweiz nur minim verändert. In ihrem am Freitag veröffentlichten Jahresbericht bezeichnet die Postregulationsbehörde PostReg die Qualität des Postangebots weiterhin als gut.
Leicht verbessert hat sich etwa die Pünktlichkeit der B-Post-Briefe: 98,5% dieser Briefe erreichten ihre Empfänger innerhalb der versprochenen Frist, ein neuer Rekordwert. Im Vorjahr waren es 98,4% gewesen.
Um 0,5% auf 97,2% sank dagegen die Pünktlichkeit bei der A-Post. Dieser Rückgang sei aber auf den frühen Wintereinbruch zurückzuführen, hiess es. Insgesamt trafen letztes Jahr pro Tag rund 60'000 A-Post-Briefe zu spät ein.
Leicht verschlechtert hat sich auch die Erreichbarkeit von Poststellen. Gemäss Gesetz gilt sie als angemessen, wenn mindestens 90% der Bevölkerung im Schnitt innert 20 Minuten - bei Vorhandensein eines Hausservices innert 30 Minuten - zu Fuss oder mit dem öffentlichen Verkehr Zugang zu einer Poststelle hat.
Diesen Erreichbarkeitswert hat die Post letztes Jahr erstmals leicht unterschritten, er liegt noch bei 89,9% (-0,1%). Die PostReg zeigt sich darüber aber nicht beunruhigt. Sie lastet den Rückgang der Messmethode an. Bereits durch die Berücksichtigung der neuesten Volkszählungsdaten werde der Wert wieder über 90% steigen.
Ein Blick auf das Poststellennetz zeigt, dass die Post den Strukturwandel weiter vorangetrieben hat. So betrieb die Post Ende 2010 65 Poststellen weniger als Ende 2009, insgesamt waren es noch 1955. Gleichzeitig erhöhte die Post die Zahl Agenturen um 75 auf 358. Die Zahl der Gebiete mit Hausservicelösungen stieg um 38 auf 1154.
Unverändert ist die Kundenzufriedenheit. Sie liegt auf einer 100er-Skala bei 80 Punkten.
Dass die Post die Leistungen der Grundversorgung weiterhin auf einem hohen Niveau erbringt, führt die PostReg unter anderem auf das eigene Wirken zurück. So habe sie regelmässig mögliche negative Auswirkungen von Projekten der Post thematisiert und kritisiert.
Aufgrund dieser Demarchen habe die Post etwa entscheiden, ab diesem Sommer wieder 90 Prozent der eingeworfenen Briefe frühestens ab 17 abzuholen. In den letzten Jahren liess die Post die öffentlichen Briefkästen immer öfter schon am Morgen leeren, so dass Briefe zu lange in den Kästen liegenblieben.
Einfluss genommen hat die PostReg auch auf die Rahmenbedingungen der Post-Zustellung. Kritisch stand die Behörde dem Projekt "Distrinova" gegenüber. Die Post wollte am Morgen prioritär die Geschäftskunden bedienen und den Privaten die Post in der Regel am Nachmittag zustellen.
Angesichts des Widerstands breiter Kreise beschloss die Post letzten Dezember, das Projekt nicht weiter zu verfolgen. Seit Anfang 2011 erfolgt die Zustellung in allen Testgebieten in der Regel wieder bis 12.30 Uhr.
Zufrieden ist die PostReg auch mit dem Eigenfinanzierungsgrad der Grundversorgung: Mit 664,9 Mio CHF (Vorjahr 706,2 Mio) falle das Ergebnis 2010 wieder sehr gut aus. Der Eigenfinanzierungsgrad sank damit von 119,6 auf 118,4%.
Unzufrieden ist die Postreg mit der Wettbewerbssituation. So habe die Beschneidung des Post-Monopols auf dem Versand von Briefen bislang den Wettbewerb kaum belebt.

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