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Bern (awp/sda) - Der für den nächsten Fahrplanwechsel im Dezember 2010 angekündigte Anstieg der Billettpreise für den öffentlichen Verkehr fällt tiefer aus als letzten Januar angekündigt. Die Tarife werden im Schnitt um 5,9 statt um 6,4% steigen.
Abstriche musste der Dachverband der Transportunternehmungen des öffentlichen Verkehrs in den Verhandlungen mit dem Preisüberwacher nur bei den Einzelbilletten und Streckenabonnementen machen. Bei diesen Produkten werden die Preise um 2,4 statt um 3,4% erhöht, wie der Verband öffentlicher Verkehr (VöV) und der Preisüberwacher am Mittwoch bekanntgaben.
Die deutlichen Preisaufschläge auf den General- und Halbtax-Abonnementen akzeptierte Preisüberwacher Stefan Meierhans hingegen. So wird der Preis für das 1-Jahres-Halbtax um 15 CHF auf 165 CHF erhöht. Das 2-Jahres-Halbtax schlägt um 50 CHF auf 300 CHF auf, was 20% entspricht. 50 CHF beträgt der Aufschlag auch auf dem 3-Jahres-Halbtax, das neu 400 CHF kosten soll.
Das GA für Erwachsene in der 2. Klasse schlägt um 6,5% oder 200 CHF auf und soll neu 3300 CHF kosten. Für Jugendliche und Studierende soll es um 150 CHF auf 2400 CHF aufschlagen.
Deutlich teurer wird die Gemeindetageskarte. Die Gemeinden müssen dafür ab dem 12. Dezember 1525 CHF mehr bezahlen. Die Gemeinden und der Preisüberwacher konnten den VöV aber überzeugen, auf die sogenannte 9-Uhr-Regel zu verzichten.
Der VöV hatte verlangt, dass die beliebten Abonnemente an Werktagen erst ab 9 Uhr gültig sind. Diese Massnahmen hatte der Gemeindeverband als inakzeptabel zurückgewiesen. Mit dieser Regel würden die Tageskarten kaum mehr nachgefragt, befürchteten die Gemeinden.
Der VöV wollte mit dieser Massnahme die Attraktivität dieser Tageskarten mindern. Die Karten, die heute den Einwohnern für 30 CHF pro Tag angeboten werden und künftig 34 CHF kosten, hatten sich nämlich zu einem eigentlichen Konkurrenzprodukt für die normale Tageskarte entwickelt.
Dabei hat sich ein Parallelmarkt mit Zwischenhandel entwickelt. Dem will der VöV nun mit gezielten Massnahmen den Riegel schieben. So sollen die Gemeinden die Karten nur noch an ihre Einwohner auf ihrem Gemeindegebiet verkaufen.

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