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CH/Schweizer Entwicklungshilfe 2009 im Durchschnitt der OECD-Staaten

Dieser Inhalt wurde am 14. April 2010 - 13:20 publiziert

Paris (awp/sda/dpa) - Die Staaten der OECD haben 2009 insgesamt 0,7% mehr für Entwicklungshilfe ausgegeben. Die Schweiz steigerte ihre Ausgaben überdurchschnittlich um 10,7% auf 2,305 Mrd USD. Gemessen am Bruttonationaleinkommen liegt sie damit im Durchschnitt aller OECD-Staaten.
Die öffentliche Entwicklungshilfe aller Staaten im OECD-Entwicklungsausschuss DAC betrug trotz der Krise 119,6 Mrd USD, wie die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) am Mittwoch mitteilte. Ohne Schuldenerlasse betrug das Plus 6,8%. Die Hilfe entsprach damit 0,31% des Bruttonationaleinkommens (BNE) dieser Länder.
Doch nicht alle Staaten schraubten die Hilfsgelder in die Höhe. Österreich kappte die Ausgaben um 31,2%, Italien um 31,1%, Irland um 18,9%, Deutschland und Griechenland um je 12,0%. Auch die Niederlande, Portugal und Spanien senkten die Hilfsausgaben. Das spüren vor allem die afrikanischen Empfängerstaaten.
Nur fünf Staaten übertrafen 2009 das UNO-Ziel, mehr als 0,7% des BNE für die Entwicklungshilfe auszugeben: Dänemark, Luxemburg, die Niederlande, Norwegen und Schweden. Der Durchschnitt der DAC-Staaten liegt bei 0,48%.
Der Wert für die Schweiz liegt mit 0,47% ziemlich genau im Schnitt. 2008 waren es 0,41% gewesen. Der deutliche Anstieg ist insbesondere auf Massnahmen zur Entschuldung von Togo und Kongo-Brazzaville zurückzuführen.
In absoluten Zahlen lagen die USA mit einer Steigerung um 5,4% auf netto 28,7 Milliarden Dollar an der Spitze. Gemessen am BNE sind das aber nur 0,20%. Frankreich schob sich mit plus 16,9% und 12,43 Milliarden Dollar auf Platz zwei (0,46% des BNE).
Insgesamt dürfte die öffentliche Entwicklungshilfe der OECD-Staaten in diesem Jahr um 6 Mrd auf 126 Mrd USD steigen. Die Staaten gäben "weniger als ein Prozent" ihrer Budgets für die Entwicklung aus, sagte OECD-Generalsekretär Angel Gurría. Um die Entwicklungsziele zu erreichen, müsse mehr getan werden. "Das ist eine wichtige Investition mit hohem Ertrag für die gesamte Welt."
ch

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