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Bern/Basel (awp/sda) - In der Schweiz ist die Arbeitsproduktivität im vierten Quartal 2009 weiter gestiegen. Bis die Unternehmen aber wieder vermehrt Arbeitskräfte einstellen, dürfte es noch einige Zeit dauern. Denn viele Firmen sind nach wie vor schwach ausgelastet.
Der von BAK Basel Economics im Auftrag der Nachrichtenagentur SDA berechnete Stundenproduktivitätsindex stieg im vierten Quartal auf 119,7 Punkte. Das entspricht einem Produktivitätsgewinn gegenüber dem Vorquartal von 0,6%. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Produktivität um 1,3%.
Trotz der vom zweiten bis vierten Quartal verzeichneten Zuwächse ergab sich für das gesamte Jahr 2009 ein deutlicher Rückgang der Produktivität von 1,2%. Eine ähnlich starke Abnahme war zuletzt Anfang der 1990er-Jahre verzeichnet worden. 2008 hatte die Produktivität stagniert.
Die Produktivitätsgewinne in der zweiten Jahreshälfte 2009 sind laut BAK Basel Economics das Ergebnis einer Belebung der Wirtschaft, während der Einsatz der Arbeitskräfte nahezu unverändert blieb. Das heisst: Bei gleichem Personalbestand wurde in den Unternehmen mehr produziert.
Das ist eine erfreuliche Nachricht: Die wirtschaftliche Erholung scheint sich zumindest stabilisierend auf den Arbeitsmarkt auszuwirken. Denn im zweiten Quartal waren die Produktionsgewinne noch die Folge von Kapazitätsanpassungen in den Unternehmen - also von Kurzarbeit und Stellenabbau.
Die Experten von BAK Basel Economics warnen aber vor Euphorie. In weiten Teilen der Industrie seien die Kapazitäten nach wie vor schwach ausgelastet. Zudem dürfte die wirschaftliche Erholung wieder an Dynamik verlieren. Der Kostendruck auf die Unternehmer bleibe hoch.
BAK Basel Economics geht davon aus, dass die Arbeitslosigkeit noch bis zum dritten Quartal 2010 steigt. Das Institut rechnet bis dann mit einem Anstieg der um saisonale Effekte bereinigten Arbeitslosenquote auf 4,5%, verglichen mit 4,1% im Februar.
Gemäss dem SDA/BAK-Index nahm die reale Stundenproduktivität in der Schweiz vom ersten Quartal 1994 bis zum vierten Quartal 2009 um ingesamt 19,7% zu. Das entspricht einer durchschnittlichen Steigerung von 0,3% pro Quartal.
Werden die Jahresdurchschnitte 1994 bis 2009 betrachtet, ergibt sich eine Produktivitätssteigerung von 1,1% pro Jahr. Überdurchschnittlich wuchs die Produktivität in den Jahren 2000 (+2,9%), 2005 (+2,2%) und 2006 (+2,1%).
ps

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