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(ergänzt mit weiteren Details, u.a. Gesamtjahr und Ausblick)
Bern (awp/sda) - Die Zahl der Arbeitslosen in der Schweiz ist im Dezember 2010 gegenüber dem Vormonat um 6'968 Personen gestiegen und lag per Ende Monat bei 148'636 Personen. Die Arbeitslosenquote stieg entsprechend auf 3,8% (3,6%), die saisonbereinigte Ziffer stagnierte bei 3,6%. Gegenüber dem Vorjahresmonat (Quote: 4,4%) verringerte sich die Zahl der Arbeitslosen um 14,0%, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) am Freitag mitteilte.
Von AWP befragte Ökonomen haben für den Berichtsmonat eine Ziffer von 3,6 bis 3,7% geschätzt, für die saisonbereinigte Zahl waren es unisono 3,5%.
Die Jugendarbeitslosigkeit (15- bis 24-Jährige) erhöhte sich im Dezember 2010 gegenüber dem Vormonat um 1,7% auf 22'327, im Vergleich zum Vorjahresmonat entspricht dies einem Rückgang um knapp 25%. Insgesamt wurden im Berichtsmonat 211'709 Stellensuchende registriert, gegenüber der Vorjahresperiode sank diese Zahl um knapp 10%. Die Zahl der bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) gemeldeten offenen Stellen verringerte sich um 2'091 auf 15'507 Stellen.
Im Oktober 2010 waren ausserdem 8'144 Personen von Kurzarbeit betroffen, knapp 13% weniger als im Vormonat. Die Anzahl der betroffenen Betriebe sank um 10% auf noch 1'054, die ausgefallenen Arbeitsstunden nahmen um gut 12% ab. Ferner kam es zu 2'104 Aussteuerungen.
GESAMTJAHR UND AUSBLICK 2011
Im Jahresdurchschnitt 2010 ergibt sich eine Arbeitslosenquote von 3,9%, nach 3,7% im Jahr 2009 und 2,6% im Jahr 2008. Im Zuge Finanz- und Wirtschaftskrise hatte sich die Arbeitslosigkeit von 2008 bis im Januar 2010 auf 175'675 Personen fast verdoppelt. Das war der höchste Stand seit Februar 1998.
Dank der Konjunkturerholung sank die Arbeitslosigkeit bis im Oktober 2010 auf 3,5%. Der Anstieg im November und Dezember erklärt das SECO vorwiegend mit saisonalen Gründen wie der geringen Bautätigkeit.
Angesichts der gestiegenen Arbeitslosigkeit verbucht der Ausgleichsfonds der Arbeitslosenversicherung (ALV) für das vergangene Jahr voraussichtlich einen Verlust von 1,72 Mrd CHF. Der Fonds steht damit bei der Bundestresorerie mit 7,4 Mrd CHF in der Kreide. Zur Sanierung der ALV hat das Stimmvolk im September eine Vorlage gutgeheissen, die neben Leistungskürzungen eine Erhöhung der Lohnabzüge von 2 auf 2,2% sowie die Einführung des Solidaritätsprozentes auf Löhnen zwischen 126'000 und 315'000 CHF vorsieht.
Wegen der Konjunkturverlangsamung und insbesondere wegen der Frankenstärke dürfte die Arbeitslosigkeit 2011 und 2012 kaum noch sinken. "Die Frankenaufwertung ist schlecht für den Arbeitsmarkt", sagte Serge Gaillard, Leiter der Direktion für Arbeit beim Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO), im Gespräch mit der Nachrichtenagentur SDA. Er gab keine Prognose dazu ab, wie viele Stellen deswegen verloren gehen respektive ins Ausland verlagert werden könnten.
"Der Rückgang der Arbeitslosigkeit dürfte im Frühling zum Stillstand kommen", prognostiziert und rechnet nun mit einer durchschnittlichen Arbeitslosenquote von 3,4% in den Jahren 2011 und 2012. Viel hänge von der Konjunktur in der EU und von der Entwicklung des Wechselkurses ab.
Das SECO rechnet damit, dass sich das Wachstum der Schweizer Wirtschaft von 2,7% im vergangenen Jahr auf 1,5% im laufenden Jahr verlangsamt. Dies sei zu wenig, damit zusätzliche Stellen entstünden.
Im vergangenen Jahr entwickelte sich der Schweizer Arbeitsmarkt noch viel besser, als zunächst erwartet. Vor einem Jahr war das SECO davon ausgegangen, dass die Arbeitslosigkeit 2010 und 2011 auf hohen 4,9% zu liegen kommt. "Wir haben das Tempo der Konjunkturerholung unterschätzt", räumte Gaillard ein.
Dass zum Jahresende die Arbeitslosigkeit gestiegen ist, sei aber ausschliesslich saisonbedingt. Ohne die zusätzlichen Arbeitslosen auf dem Bau hätte die Zahl der Arbeitslosen um etwa 800 abgenommen, sagte Gaillard.
uh

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