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(Text wurde ausgebaut)
Bern (awp/sda) - Im Juli hat es in der Schweiz den sechsten Monat in Folge weniger Arbeitslose gegeben. Viele verdanken ihre Jobs der Hochsaison auf dem Bau und im Tourismus, aber auch ohne saisonale Effekte sank die Arbeitslosigkeit. Einzig Jugendliche waren vermehrt arbeitslos.
22'499 der 15- bis 24-Jährigen waren im Juli als arbeitslos registriert, 1'368 mehr als im Monat zuvor. Dieser Anstieg kommt jedoch nicht überraschend, denn Ende Sommer beenden viele Junge ihre Ausbildung und drängen gleichzeitig auf den Arbeitsmarkt.
Insgesamt sank die Arbeitslosenquote in der Schweiz im Juli im Vergleich zum Juni von 3,7 auf 3,6%. Ende Monat gab es 142'330 Arbeitslose, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) am Freitag mitteilte.
So tief war die Quote letztmals im Juni 2009 gewesen. Im Juli 2009 hatten sie bereits bei 3,7% gelegen. 205'604 Personen waren im Juli auf Stellensuche, 3'666 weniger als im Vormonat. Offene Stellen waren bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren 17'426 gemeldet (-216).
Serge Gaillard, Leiter der Direktion für Arbeit beim Seco, sprach von einem erfreulichen Rückgang. Normalerweise steige die Quote im Juli eher an, weil viele junge Leute ihre Ausbildung beendeten und neu in den Arbeitsmarkt kämen, sagte er gegenüber der SDA.
Die Arbeitslosigkeit der jungen Leute sei im Juli weniger stark gestiegen und zudem weniger hoch als 2009. Eine definitive Bilanz wollte er aber noch nicht ziehen. "Wir müssen den August abwarten."
Gaillard erwartet, dass die Arbeitslosigkeit - um saisonale Effekte bereinigt - bis Ende Jahr weiterhin langsam sinken wird. Die durchschnittliche Quote werde bei 3,9% liegen, sagte er. Für 2011 erwartet das Seco durchschnittlich 3,7% Arbeitslose.
Die Indikatoren für den Arbeitsmarkt seien nach wie vor gut, auch wenn der starke Franken das Wachstum belasten werde, sagte Gaillard. Das Seco wird im September seine Prognosen aktualisieren.
Die Hochsaison auf Baustellen und in den Ferienorten verringerte im Juli die Arbeitslosigkeit. Werden die saisonalen Effekte herausgerechnet, lag die Quote bei 3,8%. Im Juni hatte die bereinigte Quote 3,9% betragen. Die Arbeitslosigkeit sank in den meisten Gebieten, besonders stark aber in den Tourismuskantonen Graubünden und Wallis.
Die saisonalen Einflüsse werden auch bei der Betrachtung nach Geschlechtern und Nationalität deutlich: Die Arbeitslosigkeit verringerte sich bei den häufig im Baugewerbe tätigen Männern um 0,1%punkte, bei den Frauen blieb sie unverändert.
Die Quote der arbeitslosen Ausländer sank um 0,3 Punkte auf 6,7%. Sie sind bei Temporärfirmen sowie auf dem Bau und im Gastgewerbe stark vertreten. Bei Schweizerinnen und Schweizern betrug die Quote im Juli unverändert 2,7%.
Immer weniger Unternehmen müssen in ihren Betrieben Kurzarbeit durchführen. Im Mai waren gut 20'600 Personen davon betroffen, gut 4'100 weniger als im Vormonat. Die Zahl der Betriebe sank um 291 auf 2'018. Im Mai vor einem Jahr hatte für knapp 60'000 Angestellte in 3'342 Unternehmen Kurzarbeit gegolten.
mk

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