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Bern (awp/sda) - Die Schweizer Exportwirtschaft klagt über den starken Franken. Auf das Wirtschaftswachstum hat sich die schwierige Währungssituation aber noch nicht ausgewirkt: Das Schweizer Bruttoinlandprodukt (BIP) stieg 2010 um 2,6%.
Die Exportwirtschaft, die im Krisenjahr 2009 markante Umsatzeinbrüche verzeichnet hatte, war dabei mit einem Plus von über 10% einer der Wachstumstreiber, wie aus den am Dienstag veröffentlichten Zahlen des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) hervorgeht.
Selbst im vierten Quartal, als der Franken eine noch nie da gewesene Stärke aufwies, wurde bei den Warenexporten im Quartalsvergleich noch ein Plus von 2,4% und im Jahresvergleich eines von 7,9% erzielt. Insgesamt stieg das BIP im vierten Quartal um 0,9% im Quartals- und um 3,1% im Jahresvergleich.
Die Stärke des Frankens werde sich erst mit Verzögerung auf die Exportzahlen auswirken, erklärte Aymo Brunetti, Chefökonom des Seco. Bis jetzt habe bei den meisten Unternehmen vorab die Marge unter dem Franken gelitten. Wie sich die Frankenstärke aber tatsächlich auf die Exportwirtschaft auswirken werde, sei offen.
Dass die Frankenstärke auf alle Fälle zu einer Verlangsamung des Wirtschaftswachstums führt, darüber sind sich die verschiedenen Konjunkturforscher allerdings einig.
Ihre Prognosen für das laufende Jahr liegen alle unter dem Vorjahreswert von 2,6%. Die Bandbreite der Konjunkturvorhersagen reicht von 1,5% bis 2,3%.
BINNENWIRTSCHAFT BOOMT
Das auf alle Fälle immer noch solide Wirtschaftswachstum gründet auf jenen BIP-Komponenten, welche die Schweiz bereits durch die Krise hindurchgetragen haben. Dies ist namentlich der private Konsum, der als Stütze der Konjunktur selbst im Krisenjahr 2009 um 1% wuchs und im vergangenen Jahr sogar um 1,7% stieg.
Auf hohem Niveau bewegt sich auch die Bauwirtschaft: Nach einem Plus von 3% im 2009 betrug die Baukonjunktur letztes Jahr sogar 3,3%. Wieder positiv entwickelten sich 2010 auch die Investitionsausgaben in Produktionskapazitäten. Auf dem Niveau von 2008 sind diese dennoch noch längst nicht.
Gesamtwirtschaftlich hat die Schweiz die Krise aber hinter sich gelassen - das BIP lag 2010 wieder über jenem von 2008. Die solide Wirtschaftsentwicklung wird dank der starken Binnenwirtschaft auch weiter anhalten. Gemäss Seco-Ökonom Brunetti gibt es nämlich keine Anzeichen dafür, dass der boomende Bausektor und der konstant steigende Privatkonsum in den nächsten Monaten nachgeben werden.
DEUTSCHLAND ALS KONJUNKTURLOKOMOTIVE
Mit einem BIP-Wachstum von 2,6% im vergangenen Jahr steht die Schweiz auch deutlich besser da als die meisten anderen europäischen Staaten. Nachdem die Schweizer Wirtschaft bereits relativ glimpflich durch die Finanz- und Wirtschaftskrise hindurchgekommen war, weist sie nun auch wieder höhere Wachstumszahlen auf.
In der Europäischen Union stieg das BIP im vierten Quartal im Jahresvergleich um 2,1% - in der Schweiz um 3,1%. Geschlagen wird die Schweiz allerdings von der europäischen Konjunkturlokomotive Deutschland. Das nördliche Nachbarland hat im vierten Quartal 4% Jahreswachstum erzielt und weist für das ganze Jahr 2010 ein BIP-Plus von 3,6% aus.
Als wichtigster Exportmarkt der Schweizer Industrie ist eine florierende deutsche Wirtschaft aber auch einer der Faktoren, die nicht unwesentlich zum Wachstum der Schweizer Wirtschaft beitragen.
mk

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