Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

(Meldung wurde umgeschrieben und ausgebaut)
Bern (awp/sda) - Nach einer eindrücklichen Aufholjagd verlangsamt sich das Wachstum der Schweizer Wirtschaft deutlich. Vor allem bei den Exporten ist wegen der Frankenstärke ein Bremser zu erwarten. Die Bundesökonomen des Seco senken deshalb ihre Konjunkturprognose für 2011.
Demnach dürfte das Schweizer Bruttoinlandprodukt (BIP) im nächsten Jahr noch um 1,2% wachsen, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) am Donnerstag mitteilte. In seiner Prognose vom Juni hatte es ein Plus von 1,6% in Aussicht gestellt.
Die Experten des Bundes korrigierten auch die Prognose für das laufende Jahr, diese allerdings markant nach oben. Sie rechnen nun für 2010 mit einem kräftigen BIP-Wachstum von 2,7%, nachdem sie bisher einen Wert von 1,8% erwartet haben.
Im Gegensatz zu den meisten OECD-Ländern habe die Schweiz den rezessionsbedingten Rückgang der Wirtschaftsleitung Mitte 2010 wieder aufgeholt, schreibt das Seco. Hierzulande habe sich die Konjunktur über Erwarten mit kräftigen BIP-Zuwächsen in hohem Tempo erholt. Allerdings gebe es erste Zeichen für eine Abkühlung.
So entwickelten sich die Warenausfuhren im zweiten Quartal 2010 "deutlich weniger schwungvoll" als in den Vorquartalen. Die Geschäftserwartungen in der Industrie - insbesondere bei den stark exportorientierten Firmen - verschlechterten sich über den Sommer wieder leicht.
Für die zweite Jahreshälfte rechnen die Experten aber nicht mit einer abrupten Verschlechterung der Konjunktur, sondern mit einer allmählichen Verlangsamung des hohen Wachstumstempos. Als grossen Unsicherheitsfaktor bezeichnet das Seco die Frankenstärke, die sich vor allem auf die Exporte der Schweizer Firmen negativ auswirkt.
In den vergangenen Monaten gewann der Franken vor allem zum Euro, aber auch zu anderen Währungen wie dem Dollar, weiter an Wert, wie das Seco schreibt. Der handelsgewichtete, reale Wechselkursindex des Frankens befindet sich auf dem höchsten Stand seit Mitte der 1990er-Jahre.
Eine Aufwertung in diesem Ausmass werde spürbare Wachstumseinbussen beim Export nach sich ziehen. Die Inlandnachfrage werde die schwächeren Impulse vom Export nicht kompensieren können.
In der Schweiz sind laut Seco bei der Wechselkursentwicklung verschiedene Szenarien möglich: Ein fortgesetzter Aufwertungsdruck, aber auch ein Nachlassen der Frankenstärke im Fall einer Beruhigung der Schuldenkrise im Euroraum.
Für den Schweizer Arbeitsmarkt behält das Seco seine bisherigen Prognosen bei. Demnach dürfte die durchschnittliche Arbeitslosenquote in diesem Jahr 3,9% und 2011 noch 3,7% betragen.
Die wirtschaftliche Erholung habe sich seit Anfang 2010 positiv auf die Beschäftigung ausgewirkt, schreibt das Seco. Die konjunkturelle Verlangsamung werde aber auch die Arbeitsmarkterholung etwas bremsen. Viele Firmen dürften das steigende Arbeitsvolumen für eine gewisse Zeit noch mit dem bereits angestellten Personal abdecken.
Bei der Inflation erwartet das Seco einen Wert von 0,7% für 2010 und einen solchen von 0,6% für 2011. In der letzten Prognose vom Juni hatte es noch mit höheren 1,1% beziehungsweise 0,8% gerechnet.
Insgesamt bleiben die Risiken für die internationale Konjunkturentwicklung gross, wie das Seco schreibt. Aus Europa und den USA kommen relativ verhaltene Konjunkturimpulse.
In den USA erscheint ein kurzfristiger Rückfall in die Rezession ("Double Dip") zwar "eher unwahrscheinlich", doch die wirtschaftliche Erholung dürfte bis 2011 nur schleppend vorankommen.
Die Weltwirtschaft sei zurzeit noch weit davon entfernt, auf einen nachhaltig stabilen Wachstumspfad zurückzukehren. Die Schuldenkrise im Euroraum sei zwar vorübergehend eingedämmt, langfristige Probleme wie die nachhaltige Konsolidierung der Staatsfinanzen blieben aber aktuell.
mk

Neuer Inhalt

Horizontal Line


subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.

swissinfo DE

Aufruf, der Facebook-Seite von swissinfo.ch beizutreten

Treten Sie unserer Facebook Seite auf Deutsch bei!

???source_awp???